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AUSLAND/8735: Aus aller Welt - 14.06.2018 (SB)


MELDUNGEN


Spaniens Kulturminister wegen Steueraffäre zurückgetreten

Die neue sozialistische Regierung Spaniens wird mit einem Steuervergehen eines Ministers konfrontiert. Kultur- und Sportminister Maxim Huerta trat nach sechs Tagen im Amt wegen Vorwürfen des Steuerbetrugs zurück. Er beteuerte bei einer Pressekonferenz in Madrid, daß er nichts falsch gemacht habe und daß sein Rücktritt seine eigene Entscheidung gewesen sei. Das spanische Online-Magazin El Confidencial hatte zuvor berichtet, daß Huerta zwischen 2006 und 2008 fast 220.000 Euro an Steuern hinterzogen habe. Dafür mußte er demnach im vergangenen Jahr eine Geldbuße von 360.000 Euro zahlen. Die sozialistische Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez war am 1. Juni durch ein Mißtrauensvotum gegen den konservativen Premier Mariano Rajoy an die Macht gekommen. Rajoy und seine Partei Partido Popular (PP) stehen seit Jahren wegen eines Korruptionsskandals in der Kritik. Der nationale Strafgerichtshof hatte die PP kürzlich wegen Verwicklung in den Skandal zu einer Geldstrafe und mehrere frühere Parteimitglieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

14. Juni 2018


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