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AUSLAND/8764: Aus aller Welt - 13.07.2018 (SB)


MELDUNGEN


Schon mehr als 260 Tote bei Unruhen in Nicaragua

In der Kleinstadt Morrito in der autonomen Region Rio San Juan im Südwesten von Nicaragua sind bei Auseinandersetzungen zwischen Gegnern von Staatschef Daniel Ortega und Sicherheitskräften mindestens fünf Menschen getötet worden. Nach Darstellung der Menschenrechtsorganisation CENIDH (Centro Nicaragüense de Derechos Humanos) war der Protestzug in Höhe einer Polizeistation von regierungstreuen Paramilitärs angegriffen worden, worauf einige Demonstranten das Feuer eröffnet hätten. Unter den Opfern befinden sich demnach auch vier Polizisten. Bei den seit April andauernden Protesten sind bereits mehr als 260 Menschen getötet worden. Auslöser der Unruhen waren geplante Rentenkürzungen der Regierung von fünf Prozent. Die Reform wurde rasch zurückgenommen, doch die Proteste wurden fortgesetzt. Mittlerweile fordern die Demonstranten den Rücktritt von Präsident Ortega und Neuwahlen.

13. Juli 2018


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