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POLITIK/8809: Aus Parlament und Gesellschaft - 30.08.2018 (SB)


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Juso-Chef fordert neues Parteiausschlußverfahren gegen Sarrazin

In der SPD wächst die Verärgerung über den umstrittenen Publizisten Thilo Sarrazin, der in seinem aktuellen Buch erneut vor der Islamisierung der deutschen Gesellschaft warnt. Die SPD-Nachwuchsorganisation fordert ein neues Parteiausschlußverfahren gegen Sarrazin, der nach Auffassung von Juso-Chef Kevin Kühnert schon lange nichts mehr mit den Grundwerten der SPD zu tun habe. Ähnlich äußerten sich auch Generalsekretär Lars Klingbeil und die Bundestagsabgeordnete Aydan Özogu. In einem Gespräch mit der DPA beschrieb Klingbeil den ehemaligen Berliner Finanzsenator als einen verbitterten Mann, der nur noch in der Partei sei, um seine absurden Thesen zu vermarkten. Özoguz wirft Sarrazin vor, nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes zu argumentieren. Der Gescholtene selbst lehnt einen Austritt aus der Partei ab, in der er sich nach eigenen Worten auch nach 45 Jahren immer noch gut aufgehoben fühle.

30. August 2018


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