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WISSENSCHAFT/8081: Aus Forschung und Technik - 07.03.2019 (SB)


MELDUNGEN


Roskosmos will russisches ISS-Segment mit Kameras überwachen

Im russischen Segment der Internationalen Raumstation ISS sollen Überwachungskameras angebracht werden. Der Direktor der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dimitri Rogosin, zieht damit die Konsequenz aus einem Leck-Zwischenfall in einer an der Raumstation angedockten Sojus-Raumkapsel. Die Ermittlungen zu dem Ende August vergangenen Jahres von dem ESA-Astronauten Alexander Gerst in der Orbitalsektion des russischen Raumschiffes Sojus MS-09 entdeckten Loch sind immer noch nicht abgeschlossen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass zufolge sollten die vor Weihnachten von der ISS zur Erde gebrachten Materialproben in einem Labor des Inlandsgeheimdienstes FSB auf Klebstoffrückstände analysiert werden. Der Befund könnte einen Hinweis darauf geben, wann und wo das Loch entstanden ist - auf der Erde oder später auf der Raumstation. Die russische Raumfahrtbehörde geht inzwischen davon aus, daß das Loch vorsätzlich gebohrt und anschließend mit einem Spezialkleber abgedichtet wurde. Die betroffene Orbitalsektion selbst steht als Beweismittel nicht mehr zur Verfügung, da diese bei der Rückkehr des Sojus-Raumschiffs in der Erdatmosphäre verglühte.

7. März 2019


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