Schattenblick → INFOPOOL → NACHRICHTEN → VOM TAGE


GESUNDHEIT/7841: Medizin und Gesundheitswesen - 06.08.2018 (SB)


VOM TAGE


Schon geringe Feinstaubbelastung kann das Herz schädigen

Feinstaub, aber auch Stickstoffdioxid, die über die Lungen in den Blutkreislauf gelangen, können den Herzmuskel schädigen. Das geht laut Deutschem Ärzteblatt aus einer Studie hervor, die Steffen Petersen von der Queen Mary University in London und Mitarbeiter durchgeführt hatten. Schon frühere Untersuchungen hatten gezeigt, daß Feinstaub Entzündungsreaktionen in den Lungen und im Kreislauf fördert. Jetzt stellte Peterson fest, daß Briten, die in Regionen mit einer erhöhten Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Exposition leben, Veränderungen im MRT des Herzens zeigten, die sich als Anzeichen für eine Schädigung des Herzmuskels deuten lassen - und das galt bereits für Feinstaubwerte, die im Bereich von 8 bis 12 µg/m3 lagen und damit unterhalb der in Europa geltenden Grenzwerte von 25 µg/m3. Die Weltgesundheitsorganisation stuft bereits eine Exposition von 10 µg/m3 als bedenklich für die Gesundheit ein. Allerdings bezweifeln nicht wenige Experten, daß es einen unteren Grenzwert für eine Feinstaubbelastung gibt.

6. August 2018


Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang