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GESUNDHEIT/7869: Medizin und Gesundheitswesen - 03.09.2018 (SB)


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Gezüchteter Knorpel verdrängt künstliche Prothesen

Die Ersatzteilmedizin eilt zwar gerade von Erfolg zu Erfolg, doch auch sie ist mancherorts schon wieder veraltet. So beklagen die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) laut Deutschem Ärzteblatt, daß zunehmend versucht wird, patienteneigene Knorpelzellen im Labor zu transplantierbarem Ersatzknorpel heranzuzüchten und so den Einsatz eines künstlichen Gelenks hinauszuzögern oder gar zu umgehen. Dabei sind die beiden Fachgesellschaften überzeugt, daß dieses Verfahren dem Gelenkersatz durch künstlichen Prothesen unterlegen ist. Der Knorpelersatz ist nach Ansicht der beiden Fachgesellschaften bislang nur dann aussichtsreich, wenn es um die Reparatur eng umgrenzter, von gesundem Knorpelgewebe umgebener Defekte geht. Das ist bei chronisch-entzündlichen Krankheiten wie Rheuma meist nicht gegeben, so DGRh und DGORh.

3. September 2018


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