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GESUNDHEIT/8067: Medizin und Gesundheitswesen - 21.03.2019 (SB)


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Jugendliche bewegen sich immer weniger

Mediziner und Sportlehrer hatten es schon länger kritisiert, jetzt legte das Ergebnis der Langzeitstudie "Motorik-Modul" (MoMo) den Finger in die gleiche Wunde: Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger. Obgleich gegenwärtig so viele Kinder wie nie zuvor in Sportvereinen engagiert sind, kann das den Bewegungsmangel im Alltag nicht ausgleichen, lautete dem Deutschen Ärzteblatt zufolge das Resümee des Karlsruher Sportwissenschaftlers Alexander Woll, der die Studie betreute. So sank die körperliche Alltagsaktivität in der Altersgruppe der Vier- bis 17jährigen in den vergangenen zwölf Jahren um 37 Prozent und damit um 31 Minuten pro Woche. Entgegen der Erwartungen soll der Bewegungsmangel nicht unbedingt dem drastisch gestiegenen Medienkonsum geschuldet sein. Vielmehr kam die Studie zu dem Ergebnis, daß körperliche Aktivität und Mediennutzung nicht direkt miteinander zusammenhängen. Kinder, die weniger Computerspiele spielten, surften oder auf sozialen Medien unterwegs waren, bewegten sich nicht mehr als ihre digital eingespannten Altersgenossen.

21. März 2019


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