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JUSTIZ/7818: Kriminalität und Rechtsprechung - 14.06.2018 (SB)


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Ermittler stellen Rizin bei festgenommenem Kölner sicher

Die Bundesanwaltschaft wirft den am Dienstagabend in einem Kölner Hochhaus von Spezialkräften festgenommenen 29jährigen Tunesier vor, hochgiftiges Rizin erzeugt zu haben. Außerdem besteht der Anfangsverdacht auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat bzw. Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, wie ein Sprecher der Anklagebehörde in Karlsruhe am Donnerstag mitteilte. Hinweise auf eine konkretisierte Anschlagsplanung oder eine Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gibt es nicht. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen. Er soll vorsätzlich biologische Waffen hergestellt haben. Er zog den Verdacht von Sicherheitsbehörden auf sich, als er über das Internet 1000 Rizinussamen und eine elektrische Kaffeemühle bestellte. Anfang Juni erzeugte er Rizin, das bei ihm sichergestellt wurde. Der Handel und der Umgang mit reinem Rizin ist seit 1997 gemäß dem Chemiewaffenkontrollgesetz eingeschränkt.

14. Juni 2018


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