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KULTUR/7741: Sprache, Kunst und Medium - 13.06.2018 (SB)


VOM TAGE


Mozart von der lustigen Seite

Während heute Versteigerungen von Briefen berühmter Personen in der Regel Millionenbeträge einbringen, verzichteten die Besitzer eines Schreibens, das Wolfgang Amadeus Mozart 1791 an den Chorleiter und Freund Anton Stoll geschickt hatte, auf eine Auktion und boten den Brief der Stiftung Mozarteum in Salzburg direkt an. Diese konnte die österreichisch-deutsche Unternehmerin in der Automobilbranche, Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, für den Erwerb gewinnen. Wie die Stiftung erklärte, wurde ein sechsstelliger Euro-Betrag gezahlt.

In dem Schreiben, das der Komponist in launigem Stil verfaßte, bat er um die Zusendung der Noten für zwei Musikstücke, die Stoll und er gemeinsam in einer Kirche aufgeführt hatten. Umrahmt war die Bitte mit einem kurzen Gedicht und allerlei Scherzen. Datiert war das Schreiben mit "Scheishäusel den 12. Juli". Das war in Mozarts Sterbejahr 1791.

Stiftungspräsident Johannes Honsig-Erlenburg erklärte, man habe vor, Mozarts frivolen Scherz und dessen Humor weltweit bekanntzumachen.

13. Juni 2018


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