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KULTUR/7796: Sprache, Kunst und Medium - 09.08.2018 (SB)


VOM TAGE


Aussicht auf Hilfe für das Filmorchester Babelsberg

Nachdem Intendant Klaus-Peter Beyer in der vergangenen Woche überraschend das drohende Aus für das renommierte Orchester angekündigt hatte, das auf dem Potsdamer Studiogelände untergebracht ist, wurden inzwischen mögliche finanzielle und organisatorische Hilfen in Aussicht gestellt.

Im Kern geht es darum, daß neben dem Tonstudio von einem fremden Investor in rund anderthalbjähriger Bauzeit ein neuer Bürokomplex hochgezogen wird. Beyer erklärte, daß der Baulärm keine sauberen Tonaufnahmen zulassen würde. Musikaufnahmen seien jedoch die Haupteinnahmequelle des Orchesters.

Inzwischen haben sich die brandenburgische Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil und Potsdams Baudezernent Bernd Rupelt kurzgeschlossen und erklärt, das Land sei zu einer Erhöhung der Fördermittel für das erst 2007 mit rund drei Millionen Euro sanierte Studio bereit.

Außerdem soll versucht werden, die Produktionszeiten des Orchesters mit denen des Bauherrn möglichst abzustimmen. Ein Umzug der Musiker in ein anderes Studio wurde als unmöglich verworfen. Kurios daran ist, daß die Studio Babelsberg AG das Grundstück selbst an den Investor verkauft hat.

9. August 2018


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