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KULTUR/7799: Sprache, Kunst und Medium - 12.08.2018 (SB)


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Einflußreicher Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn gestorben

Mit 88 Jahren ist am Donnerstag der frühere Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn in Hamburg gestorben. Der gebürtig Bonner entdeckte für sich erst mit knapp 30 Jahren den Film als politisches Ausdrucksmittel. 1959 konnte er als Regieassistent beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) einsteigen. Ein Jahr später arbeitete er bereits als Kameramann und Realisator für das politische Fernsehmagazin Panorama.

Später wechselte Wildenhahn in die NDR-Fernsehspielabteilung, für die er an die 60 eigene Dokumentarfilme realisierte. Als stilbildend galt damals seine spontane Vorgehensweise, bei der er lange Passagen ohne Schnitt mit seiner 16-mm-Handkamera aufnahm. Mit dieser Direct Cinema genannten Technik, die von den aufgenommenen Personen als weniger störend empfunden wurde, gewann er etliche Auszeichnungen. Als Redakteur arbeitete Wildenhahn bis zu seiner Pensionierung für das Bildungsprogramm von NDR3.

Parallel zu seiner Filmarbeit war Wildenhahn als Hochschullehrer und Dozent im Bereich Dokumentarfilm tätig.

12. August 2018


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