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KULTUR/7806: Sprache, Kunst und Medium - 19.08.2018 (SB)


VOM TAGE


Bilderrestaurator ging zu scharf ran

In Bayern hat ein Galerist, der vier Ölgemälde zur Reinigung an einen Restaurator gegeben und die Bilder nach seiner Auffassung beschädigt zurückerhalten hatte, in einem Berufungsverfahren durch das Oberlandesgericht München teilweise Recht bekommen.

Bei drei Bildern, darunter auch das Gemälde "Der Schreiber" des Malers Carl Spitzweg, bestätigten Sachverständige, daß für die Bearbeitung partiell zu scharfe Lösungsmittel verwendet wurden. Dadurch sei der Verkaufswert für den Kunsthändler um 26.000 Euro gesunken. Für diesen Betrag soll der Restaurator aufkommen.

Die Münchner Richter folgten weitgehend dem erstinstanzlichen Urteil des Landgerichts Traunstein, gegen das der Restaurator Einspruch erhoben hatte. Einen erneuten Widerspruch ließ das Gericht nicht zu.

19. August 2018


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