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KULTUR/7952: Sprache, Kunst und Medium - 13.01.2019 (SB)


VOM TAGE


Münzen aus Roms Trevi-Brunnen speisen nicht mehr die Armen

Während Bürgermeister Walter Veltroni 2001 beschlossen hatte, die in Roms berühmten Trevi-Brunnen geworfenen Münzen vollständig der katholischen Caritas Hilfsorganisation für die Versorgung Bedürftiger und Obdachloser zu überlassen, kündigte die inzwischen amtierende Bürgermeisterin Virginia Raggi in ihrem Wahlkampf an, diesen bis dato gepflegten Brauch zu beenden.

2017 setzte die Fünf-Sterne-Politikerin eine Arbeitsgruppe ein, die herausfinden sollte, wie man das Geld, das sich zuletzt auf rund 1,5 Million Euro summiert hatte, am besten für soziale Projekte und den Denkmalschutz einsetzen könnte.

Verständlicherweise äußerte sich die Caritas in Rom enttäuscht über den Beschluß der Bürgermeisterin, der am 1. April umgesetzt werden soll, denn immerhin machte die Summe der vornehmlich von Touristen mit dem Wunsch nach einer Rückkehr in die Heilige Stadt geworfenen Geldstücke etwa 15 Prozent des Etats für die Armenbetreuung aus.

13. Januar 2019


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