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MILITÄR/7750: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 16.04.2018 (SB)


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OPCW-Team kann Untersuchungen in Duma noch nicht aufnehmen

Die Experten der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), die in der syrischen Stadt Duma untersuchen sollen, ob bei deren Rückeroberung durch die syrische Armee chemische Kampfstoffe ausgebracht wurden, konnten bislang ihre Untersuchung nicht aufnehmen. Die OPCW-Experten waren am Samstag in Damaskus eingetroffen. Wenige Stunden später griffen die USA, Frankreich und Großbritannien drei mutmaßliche Chemiewaffeneinrichtungen in Syrien mit über 100 Cruise Missiles an. Die syrischen Streitkräfte hatten über 70 der Geschosse abfangen können. Wegen des Vorfalls hat die OPCW ihren Mitarbeitern zunächst keine Erlaubnis erteilt, in Duma tätig zu werden. Die syrische Regierung und ihr Verbündeter Rußland konnten der OPCW keine Sicherheitsgarantien für ihre Mitarbeiter geben. Damaskus und Moskau hatten die bevorstehenden Untersuchungen begrüßt gehabt und haben ihre weitere Kooperationsbereitschaft zugesichert. Nach Angaben des stellvertretenden syrischen Außenministers Mekdad haben sich Vertreter seiner Regierung mehrmals mit der OPCW-Delegation getroffen, um über die Zusammenarbeit zu sprechen. Anläßlich einer OPCW-Sitzung in Den Haag unterstrich die russische Botschaft in den Niederlanden, Moskau stehe zu seiner Zusage, die Sicherheit der OPCW-Mission zu gewährleisten, und werde sich nicht in deren Arbeit einmischen.

16. April 2018


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