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MILITÄR/7780: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 17.05.2018 (SB)


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Nordkorea führt keine Friedensgespräche während US-Großmanöver

Die Regierung Nordkoreas hat Friedensverhandlungen mit Seoul vorerst ausgesetzt, weil Südkorea zusammen mit den USA erneut ein Militärmanöver durchführt, welches in Pjöngjang als Vorbereitung eines Angriffs auf die Volksrepublik betrachtet wird. An dem zweiwöchigen Großmanöver sind Kampfjets und Langstreckenbomber beteiligt. Der stellvertretende Außenminister Nordkoreas, Kim Kye Gwan, erklärte laut der Nachrichtenagentur KCNA, wenn die US-Regierung sein Land in die Enge treibe und einseitig fordere, seine Atomwaffen aufzugeben, habe man kein Interesse mehr an Gesprächen. Ein für vergangenen Dienstag geplantes, innerkoreanisches Gespräch hat nicht stattgefunden. Möglicherweise wird sich der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un auch nicht wie geplant am 12. Juni mit US-Präsident Donald Trump in Singapur treffen. Südkoreas Präsident Moon Jae In will sich Anfang kommender Woche in Washington für ein Zustandekommen des direkten Gesprächs von Kim und Trump einsetzen. Das südkoreanische Vereinigungsministerium appellierte am Mittwoch an den Norden, so bald wie möglich Gespräche aufzunehmen, die zu Frieden und Wohlstand auf der koreanischen Halbinsel führen können.

17. Mai 2018


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