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MILITÄR/7899: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 15.09.2018 (SB)


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Drei weitere Protestierer im Gazastreifen erschossen

Israelische Soldaten haben bei den Freitagsdemonstrationen am Grenzzaun des Gazastreifens erneut mehrere Bewohner der Enklave getötet. Offiziellen Angaben aus Gaza zufolge wurde ein zwölfjähriger Junge bei Dschabalija im Norden des Gazastreifens erschossen. Außerdem töteten die Soldaten bei Chan Junis einen 21jährigem Mann und eine Gleichaltrigen in Al-Bureidsch im Zentrum des Gazastreifens. 80 weitere Menschen wurden dem Gesundheitsministerium zufolge angeschossen. Insgesamt wurden fast 250 Verletzte registriert. Die israeliche Armee schießt unter anderem gezielt auf Demonstranten, wenn diese Steine in Richtung der am Grenzzaun aufmarschierten Soldaten schleudern oder brennende Autoreifen auf die Grenzanlage zurollen lassen. An den Kundgebungen hatten sich laut Armeeangaben rund 13.000 Menschen beteiligt. Die Palästinenser des Gazastreifens fordern mit ihren Protestaktionen seit März ein Rückkehrrecht für die bei der Staatsgründung Israels 1948 Vertriebenen und ihre Nachfahren. Außerdem muß die Blockade des Gazastreifens aufgehoben werden. Bei den Freitagsdemonstrationen sind 177 Menschen auf palästinensischer Seite sowie ein israelischer Soldat getötet worden.

15. September 2018


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