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MILITÄR/7992: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 17.12.2018 (SB)


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US-Drohnen töten Dutzende Al-Schabab-Kämpfer in Somalia

Das US-Militär hat nach Angaben seines Afrikakommandos in Somalia mit Hilfe von Drohnen am Samstag 34 und am Sonntag 28 Personen getötet. Bei den insgesamt sechs Angriffsflügen in der Provinz Banaadir südlich von Mogadischu sollen nur Al-Schabab-Kämpfer und keine Zivilisten umgekommen sein. Eine unabhängige Bestätigung für die sogenannten "Präzisionsangriffe" gab es zunächst nicht. Die Angriffe waren dem Militär zufolge mit der somalischen Regierung abgestimmt worden, um Terroristen davon abzuhalten, abgelegene Gebiete als Zufluchtsorte zu nutzen, um von dort künftige Anschläge zu planen, zu steuern, zu inspirieren oder Leute dafür zu rekrutieren. Dem US-Verteidigungsministerium zufolge wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres in Somalia mehr als 20 Drohneneinsätze zur gezielten Tötung von Milizen durchgeführt. Die Trumpregierung in Washington hatte den Militärs und dem Auslandsgeheimdienst CIA derartige Angriffe erleichtert. Bis 2017 waren sie nur zur Selbstverteidigung erlaubt gewesen.

17. Dezember 2018


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