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MILITÄR/8067: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 02.03.2019 (SB)


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OPCW bestätigt abschließend Chemiewaffeneinsatz in Duma

Die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) bestätigte am Freitag in Den Haag abschließend, daß bei Kämpfen in der syrischen Stadt Duma am 7. April 2018 giftige Chemikalien - vermutlich Chlorgas - ausgebracht wurden. Für diese Annahme sprechen laut OPCW vernünftige Gründe. Ob aufständische Milizen oder Regierungstruppen für den Chemiewaffeneinsatz verantwortlich sind, berichtete die Organisation nicht. Der Uno-Menschenrechtsrat hatte die Zahl der bei den Kämpfen getöteten Menschen mit mehr als 49 Menschen und die der verletzten mit bis zu 650 angegeben. Den Regierungen in Damaskus und Moskau zufolge handelte es sich bei dem vermeintlichen C-Waffen-Einsatz um eine Inszenierung oppositioneller Kräfte. Die USA, Frankreich und Großbritannien hatten umgehend Regierungstruppen für den damals vermuteten Chemiewaffeneinsatz verantwortlich gemacht und Stellungen der Regierungstruppen mit Marschflugkörpern angegriffen. Die russische Botschaft in den Niederlanden verwies am Freitag über Twitter darauf, daß Rußland, Syrien und britische Journalisten Gegenbeweise für den Einsatz von Chlorgas in Duma vorgelegt hatten.

2. März 2019


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