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MILITÄR/8081: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 16.03.2019 (SB)


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Raketen auf Tel Aviv womöglich versehentlich abgeschossen

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht auf Freitag rund 100 Objekte im Gazastreifen beschossen. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben vier Menschen verletzt. Zuvor waren aus der Enklave heraus zwei Raketen Richtung Tel Aviv abgeschossen worden. Ein Geschoß zerlegte sich in der Luft, das andere ging auf einer freien Fläche nieder, wo es keinen Schaden anrichtete. Nach ersten Untersuchungen stellte die Armee fest, daß die Raketen möglicherweise versehentlich abgefeuert wurden. Das berichteten israelische Medien unter Berufung auf ungenannte Quellen in der Armee. Sprecher der in Gaza regierenden Hamas hatten eine Verantwortung für den Abschuß der auf Tel Aviv gerichteten Raketen bestritten. Seit Donnerstagabend wurden nach Militärangaben insgesamt elf Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert, wie ein Sprecher der israelischen Armee berichtete. Etwa die Hälfte der Raketen wurde von der eigenen Abwehr abgefangen. Die Palästinenser verzichteten auf ihre allwöchentliche Demonstration am Freitagnachmittag am Zaun des Gazastreifens, um die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen.

16. März 2019


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