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MILITÄR/8277: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 26.10.2019 (SB)


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Konzept für Syrieneinsatz liegt bei der Bundeswehr in der Schublade

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist mit ihrem Vorschlag, in Nordsyrien eine Schutzzone unter Uno-Mandat einzurichten, in der Bundesregierung und bei der NATO ins Leere gelaufen. Wie ein derartiger Militäreinsatz unter deutscher Beteiligung hätte aussehen können, hatte die Ministerin nicht erklärt. Der Spiegel brachte jedoch in Erfahrung, daß bei der Bundeswehr ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet wurde. Das Nachrichtenmagazin schreibt online vorab zur aktuellen Druckausgabe, rund 2500 deutsche Soldaten könnten nach Syrien entsandt werden. Diese könnten ein Gebiet von etwa 40 Kilometer Breite und 30 Kilometer Tiefe in Nordsyrien an der Grenze zur Türkei militärisch kontrollieren. Die drei robusten Kampfbataillone würden Radpanzer, schwere Bewaffnung, Panzerhaubitzen, Pioniere und Minenräumer mitbringen sowie Aufklärer und Spezialeinheiten stellen. Auch Tornados und Eurofighter könnten eingesetzt werden. Hubschrauber und Sanitätsversorgung müßten Partner beisteuern. Der deutsche Syrieneinsatz sollte auf zwei Jahre begrenzt sein. Danach müßten andere Nationen übernehmen.

26. Oktober 2019


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