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MILITÄR/8363: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 20.01.2020 (SB)


VOM TAGE


Europäische Interessen in der Straße von Hormus

Dem französischen Außenministerium zufolge sind die Regierungen von Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden und Portugal bereit, einen internationalen Marine-Einsatz unter europäischer Führung zur Sicherung der Handelsschiffahrt in der Straße von Hormus zumindest politisch zu unterstützen.

Bereits im Mai 2010 hatte der damalige Bundespräsident Horst Köhler gegenüber dem Deutschlandradio die Einschätzung geäußert, daß man in Deutschland auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen beginnt, daß ein Land dieser Größe mit seiner Außenhandelsorientierung und Außenhandelsabhängigkeit im Zweifel auch militärische vorgehen muß, um seine Interessen wie zum Beispiel freie Handelswege zu wahren. Todesfälle unter Soldaten und zivilen Aufbauhelfern wären der Preis dafür.

Die zwischen dem Iran und Oman liegende Straße von Hormus verbindet als internationale Seestraße den Indischen Ozean mit dem Persischen Golf. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte führen durch diese Meerenge.

20. Januar 2020


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