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SONSTIGES/8039: Tragisches und Kurioses - 19.02.2019 (SB)


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China will keine Müllkippen am Mount Everest

Kein anderer Berg als der höchste der Erde, also der Mount Everest, zieht so viele Profi-Alpinisten und Bergtouristen an. Wer auf den mehr als 8800 hohen Gipfel will, muß sich an die Höhenluft gewöhnen und dazu Station in den dafür eingerichteten Basislagern machen. Zusammen mit den einheimischen Bergführern und Trägern tummeln sich inzwischen jedes Jahr Zehntausende Menschen entweder auf der nepalesischen oder der tibetischen, also chinesischen Seite des Giganten.

Es bedarf keiner Hellsicht, daß die vielen Menschen Nahrungsmittel und Ausrüstungsgegenstände mitbringen und vieles davon bei den Einheimischen liegenlassen, auf jeden Fall aber ihre Verdauungsrückstände. Im schlimmsten Fall bleiben sie selbst als Leichen zurück, die sich wegen der Kälte und dünnen Luft praktisch nicht zersetzen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, wurden bei den Reinigungen "mehr als acht Tonnen Haushaltsabfälle, menschliche Exkremente und Hinterlassenschaften von Bergsteigern" entfernt.

Da die Touristen viel Geld bringen, kümmern sich die Einheimischen um diese unangenehme Seite des Fremdenverkehrs. Jetzt haben Chinas Behörden nach drei großen Reinigungsaktionen allein im vergangenen Jahr einen harten Schnitt gemacht und die höher als 5200 Meter liegenden Gebiete für die gewöhnlichen Touristen, die keine Lizenz erworben haben, geschlossen. Demnach soll für die einfachen Touristen in der Nähe ein separates Lager eingerichtet werden. Welche Regeln damit verbunden sein sollen, wurde noch nicht bekanntgegeben.

19. Februar 2019


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