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SONSTIGES/8068: Tragisches und Kurioses - 20.03.2019 (SB)


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Hongkong expandiert ins Meer

Hongkong gehört zu den teuersten Städten der Welt. Da es wegen der Berge kaum noch Ausdehnungsmöglichkeiten gibt, wird vor allem in die Höhe gebaut. Doch das hat seine Grenzen. Nun gab die Stadtverwaltung bekannt, daß eine riesige künstliche Insel aufgeschüttet werden soll, um die Wohnungsnot in der Millionenmetropole zu lindern.

Wie die Presseagentur AFP berichtete, soll die Insel etwa 1000 Hektar groß werden und Platz für 260.000 Wohnungen bieten. Mit dem Bau nahe der Insel Lantau will die Stadt im Jahr 2025 beginnen. Die Kosten werden mit umgerechnet 79 Milliarden Euro veranschlagt und damit das bislang teuerste Infrastrukturprojekt Hongkongs. Nach sieben Jahren Bauzeit sollen die ersten Häuser bezogen werden.

Kritiker monieren die astronomischen Kosten, befürchten aber auch Umweltschäden am Meeresgrund. Dessen ungeachtet entstehen bereits Pläne für eine zweite, mit rund 700 Hektar etwas kleinere Insel in der Nähe.

1998 hatte Hongkong bereits mit Aufschüttungen seinen internationalen Flughafen Lantau erweitert.

20. März 2019


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