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SOZIALES/7570: Arbeit, Soziales und Familie - 06.10.2017 (SB)


VOM TAGE


Nobelkomitee würdigt Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen

Der Internationalen Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican) ist der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Die Ehrung ist mit umgerechnet fast einer Million Euro dotiert und kommt denen zugute, die sich am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verkleinerung stehender Armeen eingesetzt haben. Ican kämpft seit Jahrzehnten für ein vertragliches Verbot von Nuklearwaffen. Dem Nobelkomitee zufolge erhält das Bündnis den Friedensnobelpreis für seine Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken. Dem Bündnis gehören 450 Friedensgruppen und Organisationen an. Als größter Erfolg von Ican gilt der Vertrag der Völkergemeinschaft zum Verbot von Atomwaffen, der im Juli in New York unterzeichnet wurde. Er verbietet Herstellung, Besitz, Einsatz und Lagerung von Atomwaffen. Das Abkommen wird von 122 Staaten unterstützt, nicht aber den Nuklearmächten und den NATO-Mitgliedern einschließlich Deutschlands.

6. Oktober 2017


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