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SOZIALES/8059: Arbeit, Soziales und Familie - 11.02.2019 (SB)


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Warnstreiks im öffentlichen Dienst Niedersachsen

An drei bis vier Dutzend Schulen in Niedersachsen haben am Montag angestellte Lehrer und Sozialpädagogen gestreikt. Die Gewerkschaften GEW und Verdi sowie der Beamtenbund dbb haben bundesweit außer in Hessen zu Warnstreiks auch an Unikliniken, auf Ämtern und bei der Polizei aufgerufen. Am Dienstag sollen Arbeitsniederlegungen in Bayern, Hamburg und NRW folgen. In Hamburg sollen Angestellte in die Alster springen, um zu verdeutlichen, daß der öffentliche Dienst baden geht. Am Mittwoch werden Schulen und Kitas in Berlin bestreikt. Bundesweit werden die Streiks bis in die übernächste Woche hinein fortgesetzt. Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften Druck auf die Tarifgemeinschaft der Länder vor der nächsten Verhandlungsrunde im aktuellen Tarifstreit ausüben. Vom Ergebnis der Verhandlungen werden rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder betroffen sein. Die Gewerkschaften fordern für die Tarifbeschäftigten der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro zusätzlich. Pflegekräfte sollen 300 Euro zusätzlich bekommen. Hessen führt eigene Verhandlungen. Das Bundesland hat sich von der Tarifgemeinschaft ausgeschlossen.

11. Februar 2019


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