Schattenblick → INFOPOOL → NACHRICHTEN → VOM TAGE


SOZIALES/8091: Arbeit, Soziales und Familie - 15.03.2019 (SB)


VOM TAGE


Warnstreik bei den Bodenverkehrsdiensten am Hamburger Flughafen

Die Angestellten der Bodenverkehrsdienste auf dem Hamburger Flughafen sind am Donnerstagnachmittag in den Ausstand getreten. Von den rund 1000 Beschäftigten in der Gepäckabfertigung, der Flugzeugreinigung und im Bustransfer beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi etwa 150 an dem Warnstreik. Die Arbeitnehmervertreter hatten nach fünf Verhandlungsrunden und einem außerplanmäßigen Treffen am vergangenen Dienstag zuletzt eine Tariferhöhung von acht bis zwölf Prozent bei einer Laufzeit von 20 Monaten sowie angemessenere Zeit- und Schichtzuschläge gefordert, vor allem aber einen Mindestlohn von zwölf Euro die Stunde. Verhandlungspartner ist die HAM Ground Handling, eine Tochterfirma des städtischen Flughafens, in der die Bodenverkehrsdienste (BVD) gebündelt sind. Der Arbeitgeber hat nach eigenen Angaben eine Lohnerhöhung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten geboten. Darin soll der Mindestlohn enthalten sein. Der Geschäftsführer der HAM Ground Handling, Christian Noack, warnte am Mittwochabend, wenn man über das Angebot hinaus gehe, rechne sich das Geschäft mit den Bodenverkehrsdiensten nicht mehr. Dann könnte man den gesamten Zweig verkaufen. Mehrheitseigner des Flughafens ist die Stadt Hamburg. Die nächsten Tarifgespräche sind für den 20. März geplant.

15. März 2019


Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang