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WIRTSCHAFT/7620: Märkte und Finanzen - 07.12.2017 (SB)


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Buglas legt Pläne für Glasfaseranschluß aller Haushalte vor

Der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) hat auf seinem Jahreskongreß in Niederkassel Vorschläge zusammengestellt, wonach bis zum Jahr 2025 drei Viertel aller Haushalte mit einem Glasfaseranschluß versorgt werden könnten. Bis 2030 sollte jeder Haushalt im Bundesgebiet direkten Zugang zu dem extrem schnellen Datenübertragungsnetz bekommen. Zum Jahresende verfügen 3,1 Millionen Haushalte über diese Möglichkeit, von der nicht einmal 30 Prozent Gebrauch machen. Die im Verband zusammengeschlossenen 85 Unternehmen plädieren unter anderem für eine staatliche Subventionierung von Immobilienbesitzern, die sich für einen Glasfaseranschluß entscheiden, sowie steuerliche Entlastungen bei den Kosten für die Einrichtung von Hausanschlüssen. Die bisherige Förderung von Netzausbauprojekten sollte so gestaltet werden, daß es zu keinen Kollisionen mit privaten Netzbetreibern kommt. Das DigiNetz-Gesetz von 2016 muß revidiert werden, damit Unternehmen, die in einem Gebiet beim Glasfasernetz initiativ werden, nicht durch Auflagen über Gebühr belastet werden, während die nachfolgende Konkurrenz von den Vorarbeiten profitiert. Die für die Genehmigung der Glasfaserhausanschlüsse zuständigen Behörden sollen ihr Personal aufstocken und sich auf Streetview-Aufnahmen der anliegenden Baustellen anstelle einer Vorortbegehung stützen. Nicht zuletzt sollten Konzerne wie Amazon und Netflix, die von den schnellen Netzanbindungen ihrer Kunden profitieren, zur Mitfinanzierung des Netzausbaus herangezogen werden.

7. Dezember 2017


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