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WIRTSCHAFT/7864: Märkte und Finanzen - 12.08.2018 (SB)


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Nord Stream 2 schlägt Dänemark neuen Streckenverlauf vor

Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 von Rußland durch die Ostsee nach Deutschland ist von allen betroffenen Ländern genehmigt worden. Nur Dänemark hat der neuen, parallel zur bestehenden Pipeline Nord Stream verlaufenden Leitung durch seine Hoheitsgewässer bislang nicht zugestimmt. Im Parlament von Kopenhagen ist die Novelle über ein Veto-Recht der Abgeordneten anhängig. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte das Parlament den Bau verhindern, soweit Dänemark tangiert ist. Vorsichtshalber hat der Pipelinebauer der dänischen Regierung einen Alternativvorschlag für den Streckenverlauf unterbreitet. Demnach könnte die Röhre nordwestlich von Bornholm verlegt werden. Sie würde dann zwar die dänische Wirtschaftszone queren, nicht jedoch dänische Hoheitsgewässer. Der dänischen Energiebehörde zufolge wird der Antrag auf den neuen Streckenverlauf geprüft. Ungeachtet dessen hält die Projektgesellschaft Nord Stream 2 an den bisherigen Bauplänen entsprechend dem Antrag vom April 2017 fest.

12. August 2018


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