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WISSENSCHAFT/7674: Aus Forschung und Technik - 13.01.2018 (SB)


VOM TAGE


Sicherheitslücke beim WhatsApp-Gruppenchat

Im Moment gibt es einen gewaltigen Wirbel um echte und vermeintliche Sicherheitslücken. Das gilt für Meltdown und Spectre ebenso wie für Gruppenchats bei WhatsApp. Ob der Wirbel tatsächlich berechtigt ist oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Experten zufolge richtet das hektische Herausbringen von Sicherheits-Updates wegen der von Google-Technikern entworfenen Möglichkeiten, über die Prozessorarchitektur in wichtige Sicherheitsbereiche von Rechnern einzudringen, größeren Schaden an, als Meltdown und Spectre es je taten. Ähnliches gilt für die neue Sicherheitslücke, die den WhatsApp-Messenger betrifft. Auch hier hatte ein Team aus Sicherheitsforschern die Sicherheitslücke entdeckt. Wie die Internetplattform inside-handy.de meldete, hatte ein Forscherteam der Ruhr-Universität in Bochum die Möglichkeit entdeckt, bei der ungewünschter Server-Zugang durch Gruppenchats erlangt werden kann. Dadurch soll man sich in Gruppenchats einklinken und sämtliche, ab dem Eintritt verschickte Nachrichten mitlesen können. Allerdings ist diese Sicherheitslücke nur dann ausnutzbar, wenn ein Hacker auch die Kontrolle über WhatsApp-Server übernimmt. Das ist weitaus schwieriger, als lediglich in irgendwelche Gruppenchats zu gelangen. Außerdem würde jedes Mitglied einer WhatsApp-Gruppe sehen, daß mit dem Hacker ein neues Mitglied in die Gruppe eingeladen worden sein soll. Der Administrator der Gruppen kann jederzeit den neuen Nutzer auch wieder entfernen. Es ist somit nicht möglich, gesendete Nachrichten still mitzulesen.

13. Januar 2018


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