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WISSENSCHAFT/7737: Aus Forschung und Technik - 17.03.2018 (SB)


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Auch der Schweiß wird biometrisch erfaßt

Offenbar wissen heute nicht mehr viele, daß es Zeiten gab, in denen der Zukunftsentwurf eines gläsernen Menschens kritisch beäugt wurde. Davon ist heute keine Spur mehr zu finden. Schon längst ist die Tür in eine Zukunft aufgestoßen worden, in der nicht nur jede Regung des Menschen elektronisch erfaßt wird, sondern von allen Seiten Sensoren auf ihn gerichtet sind, um seine biometrischen Daten zu erfassen. So messen Fitness-Armbänder und Smartwatches Puls oder Atemrate, um Daten über den Gesundheitszustand des Trägers zu liefern. Und die Entwicklung steht erst am Anfang. So haben Wissenschaftler um Ali Javey vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik an der University of California in Berkely ein System von Sensoren entwickelt, das Stoffe wie Natrium, Kalium, Glukose und Laktat im Schweiß erfassen kann, um mit Hilfe der unterschiedlichen Konzentrationen und Chemikalien den Gesundheitszustand zu ermitteln. Derzeit ist Javeys Gruppe dabei, ihr System auf rund 20 unterschiedliche Stoffe im Schweiß zu erweitern.

17. März 2018


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