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WISSENSCHAFT/7743: Aus Forschung und Technik - 23.03.2018 (SB)


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Mitteldeutschland befand sich schon 100.000 Jahre früher unterm Eis

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Erderwärmung fragen sich nicht wenige, wann es denn in Deutschland zuletzt so richtig kalt war. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben jetzt laut afp festgestellt, daß Mitteldeutschland 100.000 Jahre früher von kilometerdickem Eis bedeckt war als bisher angenommen. Anhand von neuen Untersuchungen an Flußablagerungen fanden sie heraus, daß die erste Vereisung der Region im Mittelpleistozän während der sogenannten Elster- und Saaleeiszeit vor 450.000 Jahren stattfand. Bislang waren Experten davon ausgegangen, daß dies vor 350.000 Jahren geschah. Dank der neuen Datierungen sehen sich die Forscher jetzt in der Lage, besser erforschen zu können, wie sich Menschen in der Region damals an die Wechsel von Kalt- und Warmzeiten anpaßten.

23. März 2018


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