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PROJEKT/672: Mit Selbsthilfe aktiv ins Leben - Startschuss am 16. Oktober 2013 (Selbsthilfe)


Selbsthilfe - 3/2013

Sich bewegen, andere bewegen -
Mit Selbsthilfe aktiv ins Leben

Von Dr. Petra Schmidt-Wiborg



Gesund aufwachsen, gesund älter werden, teilhaben können - dies wird in unserer Gesellschaft groß geschrieben. Der Anteil an Menschen, die von chronischer Erkrankung oder Behinderung betroffen sind, steigt. Daher gilt Gesundheit als Schlüsselthema für zukünftige wirtschaftliche und soziale Entwicklungen. Deshalb startet die BAG SELBSTHILFE das Projekt "Sich bewegen, andere bewegen - mit Selbsthilfe aktiv ins Leben" für ihre Mitgliedsverbände. Denn mit Bewegung werden Körper und Geist mobilisiert. Der Startschuss für das Projekt fällt mit einem Workshop am 16. Oktober 2013 in Berlin.


Eine ganze Reihe von Programmen, Netzwerken und Strukturmodellen ist in den letzten Jahren auf den Weg gebracht worden. Wie etwa das deutschlandweite "Netzwerk gesunde Städte", die "Zentren für Bewegungsförderung" in den Bundesländern oder regionale "Präventionsketten" und "Gesundheitsketten für Kinder und Familien von der Geburt bis zum Jugendalter". Das sind nur drei Beispiele von vielen. Struktur, Größe, Mitwirkende und Kooperationsformen sind jeweils unterschiedlich. Aber zu den leitenden Zielen gehört immer, Gesundheit zu fördern, Behinderungen oder chronische Erkrankungen zu verhindern bzw. ihren guten Verlauf zu unterstützen und Folgeprobleme gering zu halten.

Gesundheit und Prävention sind schon lange Themen in der Selbsthilfe

Der aktuelle Aufbau von neuen Strukturen und vernetzten Angeboten bietet für die Selbsthilfe eine große Chance, eigene Gesundheitskompetenzen einzubringen und die Qualität der eigenen Arbeit zu verbessern. Setzt sie sich doch seit langem bereits für Gesundheit und Prävention ein.

Das neue Projekt der BAG SELBSTHILFE "Sich bewegen, andere bewegen - Mit Selbsthilfe aktiv ins Leben" richtet die Aufmerksamkeit auf das Handlungsfeld Bewegung. Denn im Kontext von chronischer Erkrankung oder Behinderung sind Aktivität und Bewegungsförderung von großer Bedeutung für gesundheitliches Befinden, Lebensqualität und Teilhabe der Betroffenen und Angehörigen.

Wie aber können Selbsthilfeorganisationen Betroffene oder Angehörige strukturiert informieren und unterstützen, damit sie aktiv sind? Wie nützlich sind bestimmte Medien (z.B. Internetvideos) wirklich? Und wie nimmt man Einfluss auf andere Akteure oder auf Einrichtungen, damit sie Bewegungsangebote für chronische kranke oder behinderte Menschen anpassen oder neu entwickeln?

Fragen wie diese hat jeder zu klären, der an der Gestaltung des Handlungsfeldes Bewegung beteiligt sein will. Das Projekt richtet sich deshalb indikations- und behinderungsübergreifend an alle Mitgliedsverbände der BAG SELBSTHILFE. Es dient dazu, dass Mitgliedsverbände das Thema Bewegung noch bewusster in der eigenen Präventionsarbeit nutzen können und dass sie andere Akteure gezielter bewegen können, Bedarfe von Betroffenen und Angehörigen zu berücksichtigen.


Ansprechpartnerin bei der BAG SELBSTHILFE:
Dr. Petra Schmidt-Wiborg

petra.schmidt-wiborg@bag-selbsthilfe.de

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Quelle:
Selbsthilfe 3/2013, S. 14
Zeitschrift der BAG SELBSTHILFE e.V.
Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe
von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V.
BAG SELBSTHILFE
Kirchfeldstr. 149, 40215 Düsseldorf
Telefon: 0211/3 10 06-0, Fax: 0211/3 10 06-48
E-Mail: info@bag-selbsthilfe.de
Internet: www.bag-selbsthilfe.de
 
Die "Selbsthilfe" erscheint mit 4 Ausgaben pro Jahr.
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Einzelpreis: 5,00 Euro.


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Oktober 2013