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BERICHT/019: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - Nicht mehr um Erlaubnis fragen, so wie in den alten Tagen (SB)


Gesellschaftliche Widerspruchsregulation gestern und heute

Konferenz am 22./23. November 2013 in der Universität Essen



Die Psychiatrie ist keine isolierte Insel im Rahmen der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern als deren institutionalisierte Schnittstelle zwischen "Gesundheit" und "Krankheit", "Normalität" und "Abweichung", "Vernunft" und "Wahnsinn" zu begreifen, zu entschlüsseln und zu kritisieren. Beschränkte sich Psychiatriekritik auf das bloße Interesse, sie zu reformieren und zu verbessern, griffe sie kurz. Erschöpften sich Initiativen einer Selbstorganisation psychisch leidender Menschen darin, eine humanere Alternative der Krisenintervention zu schaffen, liefen sie Gefahr, als eine bloße Nische im Reparaturbetrieb ein Schattendasein zu führen und instrumentalisiert zu werden.

Seit der Jahrhundertwende sind nicht nur die Zwangseinweisungen in die Psychiatrie gestiegen, es hat sich auch der Anteil der Krankschreibungen wegen psychischer Störungen mehr als verdoppelt. Jede zweite Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und Frühverrentung wird mit psychischen Störungen begründet und stellt den größten Anteil der Arbeitsausfälle dar, obgleich derartige Krankschreibungen hohe Risiken in Bezug auf den weiteren Lebensverlauf in sich bergen. Zugleich gehen immer mehr Menschen trotz somatischer Erkrankung weiter zur Arbeit. Aber psychisches Leiden läßt sich nicht so einfach wegstecken, schon gar nicht, weil das Etikett, nicht "normal" zu funktionieren, eine finale Wirkung auf ihre "Wiederverwertbarkeit" haben kann. Wo die "Normalen" gerade wegen der Angst um ihren Arbeitsplatz noch funktional bleiben und nicht allgemein auffallen, können die anderen nichts mehr verstecken. [1]

Wie sich gerade in dieser Trennung abzeichnet, ist psychisches Leiden von den gesellschaftlichen Verhältnissen und Bedingungen bestimmt. Die Menschen sind nicht nur durch den existenziellen Druck und die Rationalisierungen ihrer Arbeitsverhältnisse belastet, sie sind auch in ihrem gesamten Selbstgefühl unausgesetzt bedroht, jederzeit durch Arbeitslosigkeit, durch Dysfunktionalitäten der Arbeitswelt und durch die Gewalt einer ökonomisierten Kultur aus den gewöhnlichen sozialen Beziehungen der Gesellschaft herauszufallen und in eine Bodenlosigkeit abzustürzen, in der ihre Lebensperspektiven und zwischenmenschlichen Beziehungen zugrunde gehen, sich ihre Isolation bis zur Ausweglosigkeit totalisieren kann. Das zwischenmenschliche, familiäre und kommunale Dasein des Menschen wird zur gesellschaftlichen Wertbildung vernutzt und seiner sinnlichen Lebenssubstanz beraubt. Das Leiden am Sinn dieses Lebens ist daher substantiell und unmittelbar gesellschaftliches Leiden, auch wenn es sich meist nur sehr privat darstellt und vermittelt.

Als sich Ende der sechziger Jahre zahlreiche Menschen durch die Konfrontation mit den Repressalien und der Menschenverachtung in Zwangsinstitutionen wie der Psychiatrie politisierten, mündete dies in eine antipsychiatrische Bewegung von gesellschaftskritischer Ausrichtung. Selbsthilfegruppen, Wohngemeinschaften und Arbeitskollektive wie das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK) in Heidelberg, der Therapeutische Club in München [2] oder das Randgruppenkollektiv (RAK) in Hamburg setzten die Kritik an der Institution und den beteiligten Berufsständen wie auch die Ermächtigung der Ausgegrenzten, die sie als die Produzenten des sogenannten Gesundheitswesens begriffen, auf die Tagesordnung ihres Kampfs für eine Gesellschaftsveränderung.

Antipsychiatrie, die damals als ein zentraler Ansatzpunkt der Gesellschaftskritik aufgefaßt wurde, ging in der Folge den Weg der gesamten westdeutschen Linken, die sich in ihrer großen Mehrheit zum Reformismus bekehrte, Karriere zu machen versuchte oder ins Private zurückzog. In diesem Prozeß blieb vieles auf der Strecke, was längst gedacht, diskutiert und in Angriff genommen war. Es bleibt insofern unzugänglich und verschwunden, als im Wechsel der Generationen der Übertrag versiegt und der Bruch vollzogen wird. Verloren ist es indessen nur solange, bis neue Ansätze der Selbstorganisation sich nicht scheuen, nur vermeintlich alte Fragen zu stellen und weiterzuentwickeln.

Moderatorin weist auf Disputanten - Foto: © 2013 by Schattenblick

Miriam Krücke eröffnet die Diskussion
Foto: © 2013 by Schattenblick

Keine medizinische Kur für gesellschaftliche Gewaltverhältnisse

Den Abschluß der Konferenz "Psychiatrie ohne Zwang - Was ist das?", die am 22. und 23. November 2013 in der Universität Essen stattfand, bildete eine Podiumsdiskussion. Unter Moderation Miriam Krückes vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. erörterten der in Basel praktizierende Psychiater Dr. Piet Westdijk, der Anwalt Dr. David Schneider-Addae-Mensah, die Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion Kathrin Vogler und Matthias Seibt vom Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW, ob eine Psychiatrie ohne Zwang überhaupt denkbar sei und auf welche Weise ein anderer Umgang mit menschlichen Krisen herbeigeführt werden könnte.

Auf die Eingangsfrage Miriam Krückes, ob eine Psychiatrie ohne Zwang überhaupt denkbar sei, antwortete der in Basel praktizierende Psychiater Dr. Piet Westdijk nicht ohne Ironie, er hätte viel weniger zu tun, wenn es keinen Zwang in der Psychiatrie gäbe. Er helfe vielen Leuten, das dadurch hervorgerufene Trauma loszuwerden. Demgegenüber gebe es sehr viele Menschen, die gerne einen neutralen Gesprächspartner aufsuchten, um mit ihm über ihre Probleme zu sprechen. Er hasse das Wort Psychiatrie: "Die Verheiratung zwischen Psyche und Arzt - so ein Blödsinn, was hat der Arzt mit der Psyche zu tun?" Er könnte sehr gut weiterarbeiten ohne Zwang in der Psychiatrie. Wenn man es genau nehme, sei der Psychiatrie das Moment des Zwangs inhärent, man könne eines nicht vom andern trennen.

Sitzend auf dem Podium - Foto: © 2013 by Schattenblick

David Schneider-Addae-Mensah
Foto: © 2013 by Schattenblick

Dr. David Schneider-Addae-Mensah, der den Kläger beim Prozeß zur Zwangsbehandlung vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vertreten hat, erklärte, daß aus seiner Sicht der Wille des Patienten absolut im Mittelpunkt stehen müsse. Der Patient entscheide, was er will und was nicht. Deswegen habe jede medizinische oder psychiatrische Behandlung stets ohne Zwang zu erfolgen. Die Psychiatrie müsse ohne derartige Maßnahmen auskommen, da sie andernfalls keine anzuerkennende medizinische Disziplin sei. Denn zu glauben, man könne unter Zwang einen Heilungs- oder Besserungseffekt herbeiführen, verkenne die menschliche Natur. Genau das Gegenteil sei der Fall, weshalb er der festen Überzeugung sei, daß eine Medizin mit Zwang als solche nicht die Legitimität hat, sich Medizin zu nennen.

Kathrin Vogler schloß sich der Auffassung ihrer Vorredner insofern an, als Psychiatrie ohne Zwang denkbar sei, auch wenn sie dann wohl nicht mehr das wäre, was man heute so bezeichnet. Man sollte jedoch nicht nur fragen, ob das denkbar ist, sondern auch, welche Schritte in diese Richtung machbar sind.

Da die engagierten Zuhörerinnen und Zuhörer die Schranke zwischen Podium und Plenum alsbald perforierten und sich mit ihren Fragen und Stellungnahmen frühzeitig einmischten, entspann sich eine lebhafte Diskussion unter allgemeiner Beteiligung. In Reaktion auf einen solchen Beitrag bestätigte Piet Westdijk, daß es einen Bedarf an Einrichtungen gebe, an denen man eine Kur für die Seele machen kann. Er halte das für realisierbar und kenne in der Schweiz einige Orte, an denen das praktiziert wird. Verglichen mit dem Aufenthalt in einer Universitätsklinik, der bis zu 700 Euro pro Tag und Person koste, wären solche Alternativen zudem wesentlich billiger.

Auf dem Podium sitzend - Foto: © 2013 by Schattenblick

Kathrin Vogler
Foto: © 2013 by Schattenblick

Auch Kathrin Vogler fand diese Anregung interessant, zumal sie selbst schon im Spaß gesagt habe, man könnte so manche Arbeitsunfähigkeit samt lang anhaltenden Patientenkarrieren mit diversen Ärzten und Kliniken vermeiden, wenn der Hausarzt ermächtigt würde, drei Wochen Urlaub an einem schönen Ort in angenehmer Umgebung mit netten Menschen zu verordnen. Das Problem sei, daß dieser Ansatz kaum in das evidenzbasierte, medizinisch dominierte Verständnis dessen paßt, was Krankenkassen leisten dürfen. Sie finde jedenfalls den Gedanken sehr sympathisch, Orte zu schaffen, an denen man eine Auszeit nehmen kann, Gemeinschaft erlebt und Unterstützung bekommt, für sich selber neue Wege zu beschreiten, die man im Alltag nicht findet. Da der gesamte Reha-Bereich massiv gekürzt worden ist und die Krankenkassen nicht gerade großzügig bei der Bewilligung solcher Maßnahmen sind, sei das zum Problem geworden.

Ein Diskussionsteilnehmer gab zu bedenken, daß es in einer Gesellschaft voller Zwänge auch keine Psychiatrie ohne Zwang geben wird. Er regte an, die früher entwickelte politische Psychiatriekritik wieder aufzugreifen und von gesellschaftlichen Widerspruchslagen auszugehen, sie zu analysieren und daraus die Zwangsverhältnisse zu entschlüsseln. Dem stimmte Kathrin Vogler mit den Worten zu, ihr sei eine Kritik an der Psychiatrie, die die gesellschaftlichen Verhältnisse berücksichtigt, stets besonders sympathisch. Eine Konferenz wie diese könnte ein erster Anstoß sein, einen weiterführenden und tiefergreifenden Diskussionsprozeß zu entwickeln.

Auf dem Podium sitzend - Foto: © 2013 by Schattenblick

Matthias Seibt
Foto: © 2013 by Schattenblick

Matthias Seibt legte dar, daß manche Menschen, die sich schlecht fühlen, vor allen Dingen diese Symptomatik loswerden und sich wieder gesund fühlen wollen. Es gebe aber auch Menschen, die so sein und genommen werden wollen, wie sie sind. Das sei ein anderer Wunsch, den freilich die Psychiatrie nicht erfüllen könne. Es sei ein Trugschluß zu glauben, ein anderer Mensch könnte den Schlüssel zum eigenen Leben in der Hand halten, ob es sich nun um einen Arzt oder Psychiater handelt. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeige, daß diese Berufsgruppen nichts derartiges tun, auch wenn man das System Psychiatrie noch dreimal reformiert: "Den Schlüssel halten wir selber in der Hand, ob wir den Dreh finden oder nicht." Auf den Einwand aus dem Plenum, es müsse aber doch Grundregeln geben, fragte Seibt: "Wer verkündet die denn, Jesus, Adolf Hitler oder wer?" Es sei die Entscheidung der Patienten, wieviel Macht sie den Ärzten einräumen und wieviel Heil sie sich von ihnen erhoffen: "Ich halte das für einen großen Irrweg zu glauben, die wüßten, wie wir leben sollen."

David Schneider-Addae-Mensah fügte aus seiner Erfahrung hinzu, daß den Richter nicht interessiere, was ein Patient sagt. Der Richter glaube den Aussagen des Arztes, der sakrosankt sei. Auch Piet Westdijk kritisierte das vorherrschende System als "furchtbar Arzt-zentriert". Er erinnerte sich an den Fall einer jungen Frau, bei dem er mit Matthias Seibt zusammengearbeitet hatte. Sie war aufgrund einer falschen Diagnose lange in der Psychiatrie. Er habe ihr in seinem Gutachten eine schwere, hochgradige Belastungsstörung, nicht aber eine Schizophrenie attestiert. Vor Gericht gaben jedoch mehrere Gegengutachten von Psychiatrieärzten den Ausschlag, was die Macht der Institution und der Ärzteschaft unterstreiche. Er bewundere diese Frau sehr, die mutig gekämpft, ihr Anliegen auch im Internet vorgetragen und sehr viel für ihre Sache und die anderer Patientinnen und Patienten bewirkt habe.

Warum dauern dringend notwendige Veränderungen so lange? Zu dieser Frage, die offensichtlich vielen Anwesenden auf der Zunge lag, sagte David Schneider-Addae-Mensah, daß einiges endlich doch in Gang komme. Allerdings habe es 60 Jahre gedauert, bis die Zwangsbehandlung vom Grundsatz her gerichtlich untersagt wurde. Die Diskussion habe begonnen, in der es nun auf den Einsatz und das Engagement vieler Leute ankomme. Kathrin Vogler fügte dem hinzu, daß sich die Dinge erst dann änderten, wenn sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen und als Unrecht erkannt werden. So gebe es im Bereich der Altenpflege erste Urteile, die das Anbinden alter Menschen ohne richterliche Zustimmung für unzulässig erklären. Allerdings gebe es noch viel zu viele Richterinnen und Richter, die das einfach abnicken.

Auch in dieser Hinsicht müsse es zu einem Bewußtseinswandel kommen, so daß sich die juristischen Entscheidungsträger mehr als Sachwalter der in den Heimen lebenden pflegebedürftigen alten Menschen verstehen. Zudem gibt es inzwischen Urteile, die Altenpflegeheime verpflichten, statt Menschen hinter einem Bettgitter einzusperren oder sie anzubinden, eine Sitzwache einzurichten, was natürlich viel Geld kostet, weil zusätzliches Personal zur Verfügung stehen muß. Sie würde sich auch im Bereich der Psychiatrie wünschen, daß solche Initiativen bis vor das Verfassungsgericht durchgeklagt werden. Das sei natürlich für Menschen in einer Krise ein hartes Brot, das sie möglicherweise überfordert. Hier gelte es, Strukturen der Unterstützung zu schaffen und zu stärken. Sie halte es für wesentlich, diesen Prozeß von allen Seiten mittels Bewußtseinsbildung, politischen Prozessen und eines Gesetzgebungsverfahrens wie bei der Zwangsbehandlung zu fördern.

Ein Diskussionsteilnehmer erklärte, daß Menschen immer unbequem seien. Statt ihr Umfeld so zu verändern, daß es ihnen gerecht wird, belasse man sie in einem falschen System. Werde Menschen auf diese Weise Respekt verweigert und die Würde genommen, könne das zur Folge haben, daß sie ihrerseits nicht mehr in der Lage sind, anderen mit Respekt zu begegnen. Die gesellschaftlichen Kosten seien immens: 5000 Euro im Monat für den Knast, 3000 Euro für ein Heim oder 5000 Euro für einen stationären Aufenthalt. Es sei absurd, daß der Gesellschaft Kosten in vielfacher Höhe entstehen, während die Krankenkassen ihre Profite steigern.

Auf dem Podium sitzend - Foto: © 2013 by Schattenblic

Piet Westdijk
Foto: © 2013 by Schattenblick

Kathrin Vogler sagte dazu, daß sie an vielen Stellen organisierte Verantwortungslosigkeit erlebe. Ein Problem werde zwar identifiziert, dann aber immer wieder zwischen den verschiedenen Akteuren hin und her geschoben. Jeder, der versucht hat, eine Leistung von einer öffentlichen Stelle zu bekommen, wisse, wovon sie rede. Man wird von der Rentenversicherung zur Krankenkasse geschickt und von der Krankenkasse wieder zur Rentenversicherung, bis man nicht mehr weiß, wie einem geschieht. Man stoße dabei auf eingefahrene vermachtete, hoch hierarchische Strukturen, die viele Interessen bedienen: "Das ist ein Bohren von fürchterlich dicken Brettern."

Matthias Seibt merkte an, daß sich durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts schon etwas bewegt habe. In den norddeutschen Ländern seien die Psychiater sehr viel vorsichtiger geworden, zumindest was Zwangsbehandlungen angeht. Da müsse man nicht so pessimistisch sein. Ob es sich freilich um einen dauerhaften Fortschritt oder lediglich eine Phase handelt, hänge auch davon ab, wieviel Druck von den Psychiatrie-Erfahrenen wie auch anderen Gruppierungen kommt. Das habe viel damit zu tun, wie die Bevölkerung auf Menschen reagiert, die ein bißchen schräg durch die Stadt laufen. Institutionen spiegeln auch die Interessen der Bevölkerung wider, denn es sei ja nicht irgendein Diktator oder Kaiser, der diese Strukturen schafft. Es sind die Leute selber, die sich mit alten oder verrückten Menschen nicht abgeben wollen. Die Interessen der ganz normalen Leute beförderten solche Systeme, und es komme nun darauf, die erkämpften Freiräume auch zu nutzen. Andernfalls kehre der Wunsch in der Bevölkerung zurück, solche Menschen wieder wegzusperren, weil man sie nicht bei sich haben will.

Kathrin Vogler verwies zudem darauf, daß die neuen Medien und Kommunikationswege insbesondere von einflußreichen wirtschaftlichen Interessen genutzt werden. So würden Selbsthilfeforen von der Pharmaindustrie und ähnlichen Interessengruppen unterwandert. Daher müsse man sich sehr gut überlegen, auf welche Art und Weise man diese Medien nutzen kann, ohne die Flanke zu öffnen. Gesundheitsinformationen im Internet seien ohnehin immer mit großer Vorsicht zu genießen, weil man nicht sofort erkennen kann, welche Interessen dahinterstecken. Dem fügte Piet Westdijk hinzu, daß die Hälfte seiner Klienten über das Internet komme. Das hänge damit zusammen, daß er auf seiner Webseite klar seine Meinung über die Psychiatrie zum Ausdruck bringe. Man müsse die eigenen Informationen auf diesem Wege verbreiten, aber zugleich auf der Hut vor Unterwanderung sein.

Miriam Krücke bat das Podium um ein abschließendes Wort zur Veränderung hin zu einem Umgang mit menschlichen Krisen ohne Gewalt und Zwang. Dazu bekräftigte Matthias Seibt noch einmal, daß es nicht das System sei, das unabwendbare Verhaltensmuster produziert. Man sei nicht gezwungen, den Einflüsterungen von Fernsehen und Zeitungen zu erliegen. Man müsse nicht nach links und rechts schauen, wie es die anderen machen, und sich dem anschließen. Man könne durchaus selber überlegen und entscheiden, wie man leben möchte und das durchsetzen kann: "Das ist eine freie Entscheidung, auch wenn wir gerne unfrei wären."

Kathrin Vogler unterstrich ihrerseits, daß jeder einzelne die Verantwortung trage, an seiner Einstellung etwas zu verändern, damit es dann zu einer größeren Veränderung kommen könne. Je mehr Leute anfangen, sich über diese systematisierten Abläufe kritisch Gedanken zu machen, um so eher könne man diese Abläufe verändern: "Das ist in einer demokratischen Gesellschaft so, und die sind wir, ob wir das wollen oder nicht."

Für den Verband der Psychiatrie-Erfahrenen wies ein Diskussionsteilnehmer abschließend noch einmal auf eine spezielle Patientenverfügung gegen psychiatrischen Zwang hin, die man von der Homepage herunterladen kann. Diese Patientenverfügung wird im Vollbesitz der geistigen Kräfte ausgefüllt, und man trägt einen Vorsorgebevollmächtigten ein. Zeigt man einem Psychiater diese Verfügung, darf er keine Untersuchung vornehmen, keine Diagnose stellen und folglich auch keine Selbst- oder Fremdgefährdung unterstellen. Diese Patientenverfügung könnte eine Auswirkung auf das gesamte psychiatrische System haben, da sie davon ausgeht, daß psychische Krankheiten ein von Psychiatern erfundenes Konstrukt sind, um soziale Kontrolle auszuüben. Würden viele Menschen von diesem Schlupfloch der Patientenverfügung Gebrauch machen, torpedierte dies das medizinische Modell, so die Hoffnung auf seiten des Verbands.

Bunter Turm hinter Platz - Foto: © 2013 by Schattenblick

Universtität Essen im November 2013
Foto: © 2013 by Schattenblick

"Befriedungsverbrechen" - ein historischer Rückblick voraus

Psychiatriekritik ohne Kritik der die Institution hervorbringenden gesellschaftlichen Verhältnisse tut sich schwer damit, die diesen immanente Gewalt zum Zwecke ihrer Überwindung greifbar zu machen. Den Zwang aus der Psychiatrie zu nehmen liefe, wie auch die abschließende Podiumsdiskussion gezeigt hat, letztlich auf ihre Abschaffung hinaus. Versteht man die "Fabriken der Exklusion" (Robert Sommer) wie Knast, Alters- und Jugendheime, Drogen- und Ausländerpolitik, die stadträumlich ausschließende Gentrifizierung, die abweichendes Verhalten kasernierenden psychiatrischen Anstalten als auch die die Symptome der sozialen Misere lindernden sozialpsychiatrischen Dienste und Einrichtungen der Sozialen Arbeit als Agenturen gesellschaftlicher Wiederspruchsregulation, dann sind die dafür zuständigen Berufsstände damit konfrontiert, im Dienste der Befriedung dieser Widersprüche auch das Geschäft der Herrschenden zu verrichten.

So kranken die Programme der Integration und Inklusion letztlich daran, daß die Frage, wer wen zu wessen Bedingungen eingliedert, nicht mit der Konsequenz gestellt wird, daß die Aufhebung der diese Maßnahmen konstituierenden Probleme im Sinne einer grundlegenden Gesellschaftsveränderung auch nur in den Blick genommen werden kann. Wo dies nicht erfolgt, bleiben die Strategien sozialer Normalisierung im Sinne der Unterwerfung abweichenden Verhaltens unter die Regel allgemeiner Verfügbarkeit einziger Zweck der diversen Reparaturbetriebe kapitalistischer Vergesellschaftung. So anerkennenswert - und für die einzelnen Adressatinnen und Adressaten unverzichtbar - das individuelle Engagement der zuständigen Professionen ist, wenn sie etwa im Konflikt zwischen unzureichender Bemittelung und notwendiger Arbeit anderen Menschen auch zum Preis der Selbstausbeutung helfen, so unbefriedigend muß der Erfolg jeder Maßnahme sein, die letztlich die Fortschreibung krankmachender und verelendender Verhältnisse bewirkt.

Diese Problematik treibt die Berufstätigen dieser Institutionen schon des längeren um und hat in Zeiten, in denen eine linke Gesinnung unter ihnen noch verbreitet war, zu einer fundierten Kritik der eigenen Rolle im Feld kapitalistischer Herrschaftsstrategien geführt. So prägten Franco Basaglia und Franca Basaglia-Ongaro 1975 in einem Sammelband zur Psychiatriekritik (4) den titelgebenden Begriff der "Crimini di Pace". 1980 in der deutschsprachigen Ausgabe als "Befriedungsverbrechen" übersetzt, wurde die "Dienstbarkeit der Intellektuellen" einer skrupulösen Untersuchung hinsichtlich ihrer Funktion als "Zustimmungsfunktionäre" unterzogen. Was heutzutage antiquiert erscheinen mag, ist vor dem Hintergrund des neuerlichen Aufbruchs sozialer Bewegungen in der ganzen Welt keineswegs irrelevant, nur weil die organisierte Linke sich noch nicht von der historischen Zäsur des Niedergangs der realsozialistischen Staatenwelt und des zeitgleich einsetzenden Siegeszuges des Neoliberalismus erholt hat. Neue Formen antikapitalistischer Selbstorganisation nehmen ebenso Gestalt an, wie es aufgrund der Krise eines Kapitalismus, der keine Aussicht auf die Rückkehr zum ohnehin nur die westlichen Metropolengesellschaften betreffenden Klassenkompromiß der Nachkriegszeit mehr bietet, zu einer Renaissance revolutionärer Arbeiterbewegungen kommen könnte.

Der durch seine maßgebliche Bedeutung für die die Psychatriereform in Italien bekannt gewordene Basaglia und seine Ehefrau Franca Ongaro gingen 1975 von der Analyse Antonio Gramscis aus, der die Intellektuellen 1930 als "Angestellte" der herrschenden Klasse charakterisierte. Sie seien zum einen "für die 'spontane' Zustimmung der großen Masse der Bevölkerung zum gesellschaftlichen Leben der herrschenden Hauptgruppe" und zum andern "für den staatlichen Zwangsapparat, der 'gesetzlich' die Disziplinierung der Gruppen sicherstellt, die aktiv oder passiv 'die Zustimmung verweigern'", zuständig. In dem Aufsatz "Befriedungsverbrechen" wird die Rückkehr linker Intellektueller nach dem Aufbruch der 1960er Jahre in die bourgeoisen Verhältnisse, denen sie entstammten, als Ausdruck einer Ambivalenz analysiert, die sie dazu befähige, auf symbolische Weise Partei für die Unterdrückten zu ergreifen, ohne mit der eigenen beruflichen Aufgabe zu brechen: "Was von ihnen erwartet und verlangt wurde, war die Übersetzung von abstraktem Herrschaftswissen in institutionelle Praxis, die Funktionalisierung und Legitimation von Macht durch Funktionalisierung ihrer selbst" (S.13).

Dennoch hätten die von ihnen aufgeworfenen Fragen die grundlegende "Koinzidenz von wissenschaftlichem und gesellschaftlichem Mandat" erschüttert: "Da man die Geisteskrankheit für unverständlich und unheilbar erklärt hat, bleibt nichts anderes übrig, als sie an einem geeigneten Platz zu verwahren" (S. 15). Durch die Aufkündigung der Allianz zwischen den Wissenschaften, die mit der Isolation und Aussonderung der Störfaktoren betraut waren, und ihren Auftraggebern in der Gesellschaft sei deutlich geworden, daß der bürgerliche Staat die Interessen der Bourgeoisie schützt und daher nicht in dem von ihm beanspruchten Sinne frei sein könne. Indem die "Techniker des praktischen Wissens" (Jean-Paul Sartre) nicht mehr ihrer Aufgabe nachkamen, "plausibel zu machen, daß die Außenseiter, die Analphabeten, die Verrückten, die Kranken, die geistig Zurückgebliebenen, die Delinquenten dies ein für allemal und von Natur aus sind und daß Wissenschaft und Gesellschaft 'anthropologische Konstanten' nicht zu korrigieren vermögen", und statt dessen dazu übergingen, "die authentischen Bedürfnisse der Betroffenen von den künstlichen Bedürfnissen" zu befreien, "die dafür sorgen, daß sich jede Bedürfnisbefriedigung in Kontrolle verwandelt" (S. 15), verloren die von ihnen verwalteten "Entmündigungs- und Domestizierungsprojekte" an Legitimation.

Dem befristeten Ausbruch der psychiatrischen Berufe aus ihrer Rolle als "Zustimmungsfunktionäre" wurde nicht nur durch den Versuch entgegengetreten, den Rebellen durch berufliche Sanktion und staatliche Repression den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sie scheiterten auch an dem partikulären Charakter ihres Kampfes, so die Ansicht von Franco Basaglia und Franca Basaglia-Ongaro, wie ihre Kritik an damaligen Strategiedebatten in der Linken erkennen läßt:

"Die Begrenztheit der symbolischen Handlung, die die klassendiskriminierende Funktion der wissenschaftlichen Ideologie aufgedeckt hatte, hing damit zusammen, daß sie ein Kampfbündnis zwischen Technikern und Unterdrückten lediglich in dem Sektor stiften konnte, den man unmittelbar zu befreien suchte. Damals war der zuständige und gewählte Repräsentant der Diskriminierten der Meinung, daß die Austragung des Konflikts an die 'Lösung des Hauptwiderspruchs zwischen Lohnarbeit und Kapital' gebunden bleiben müßte. Er erkannte weder den Wert noch die politische Bedeutung einer Wissenschaftskritik, welche die geltende wissenschaftliche Ideologie in eine Krise stürzte" (S. 16).

Schlimmer noch, wissenschaftliche Erkenntnisse wurden in ihrem reaktionären Gehalt nicht durchschaut, so daß sich auch die revolutionäre Linke positiv auf bürgerliches Herrschaftswissen bezog. Der geforderten Kritik unter besonderem Blick auf die Sozialwissenschaften widmeten sich die Autoren des Textes mit scharfer historischer Analyse und prognostischem Weitblick. Die "Definitionsgewalt und Kontrollkompetenz", die sich einst, etwa anhand der Unterscheidung von Gut und Böse und der zwingenden Kausalität von Schuld und Sühne, in den Händen der Religionen befand, übernahmen im Zuge der Revolutionen, "als die Knechte sich gegen die Herren zu organisieren anfingen und die gesellschaftlichen Strukturen unter den Berührungen mit den Vorstellungen von Gleichheit und Demokratie erbebten", nun die neuen Sozialingenieure:

"Ihr Geschäft ist es, 'normale' Verhaltensweisen festzuschreiben, die Grenzen der Norm zu bestimmen und Abweichungen durch Therapie und Aussonderungen zu kontrollieren, freilich nicht auf der Basis der Bedürfnisse der Menschen (d.h. der Bedürfnisse aller Menschen, einschließlich derer, die abweichen), sondern nach Kriterien des ökonomischen Gesetzes und einer - inzwischen überaus verfeinerten - Herrschaftspraxis. Kurz, die Intellektuellen und Techniker der Sozialwissenschaften sind zu Legitimationsagenten dieser Kontrolle geworden.
(...)
Nun kam die Stunde der Ideologien, der Rechtfertigungs- und Befriedungsstrategien und der trickreichen Täuschungsmanöver. Sie besorgten die Besänftigung des Aufbegehrens, die Blendung des Widerstands, die Sicherstellung der 'Ordnung' und die Verallgemeinerung der Staatsräson. Im Laufe der letzten zweihundert Jahre ist in den 'zivilisierten' Ländern die Folter abgeschafft worden. Die Kontrollmethoden, die von Delegierten, Angestellten, Funktionären des Ideologiebetriebes angewandt wurden, reichten offensichtlich aus, um 'die Ordnung aufrechtzuerhalten'. Heute scheint eine neuartige Version der Folter in Mode zu kommen: die Präventiv-Folter. Sie arbeitet mit sehr viel ausgefeilteren Mitteln als ihre grobschlächtige Vorläuferin: sie erpreßt nicht Geständnisse, sondern Konsens - Zustimmung zur Staatsräson, und die Gewalt fürchtet sich jetzt nicht mehr davor, als solche enttarnt zu werden."
(S. 20 f.)

Die Basaglias setzten sich 1975 auf höchst aktuelle Weise mit Befriedungsstrategien auseinander, die heute gang und gäbe sind. Den politischen Protest im System parteilicher und gewerkschaftlicher Stellvertreterpolitik, der Repräsentation der "Zivilgesellschaft" durch sogenannte Nichtregierungsorganisationen und andere Institutionen der Non-Profit-Industrie als auch des Clicktivisms, der politischen Protest durch die Zeichnung von Petitionen am Handy oder PC virtualisiert, in ordentliche und kontrollierbare Bahnen zu lenken, ist alltägliche Praxis einer politischen Kultur, die der klaren Position im Streit ums Ganze immer weniger abgewinnen zu können scheint. Dabei unterbreiteten die Autoren des Textes schon damals praktische Vorschläge, um nicht auf beschwichtigende Angebote zur Güte hereinzufallen:

"Jeder offene gesellschaftliche Antagonismus ruft eine Ideologie auf den Plan, die ihn verdecken soll; sie definiert, bändigt und kodifiziert ihn, trägt jedoch den nächsten Widerspruch bereits in sich. Worauf es ankommt, ist, uns klarzumachen, was es bedeutet, 'Zustimmungsfunktionär' zu sein, und was es bedeuten kann, sich diesem Geschäft zu verweigern. Kurz, es gilt, die Sphäre des symbolischen Handelns an die Praxis zurückzukoppeln: analytisch, politisch, kulturell" (S. 22).

So ging es den Autoren des Beitrags nicht um eine Kritik des Intellektuellen im Sinne der bloßen Demontage seines Ansehens, sondern um einen Aufruf zur Erforschung von Formen des Widerstands, die sich nicht durch die Immunabwehr besagter Kontrolltechniken einbinden und neutralisieren ließen. Dabei war die von ihnen propagierte Abschaffung der Psychiatrie lediglich Nebenwirkung eines grundlegenderen Ansatzes der Überwindung des Klassenantagonismus, den sie als Matrix aller anderen Spaltungen gesellschaftlicher Art verstanden.

Franco Basaglia und Franca Basaglia-Ongaro verwahrten sich dagegen, den Delinquenten unabänderlich zum Delinquenten zu machen, indem man ihn ins Gefängnis steckt. Sie hielten Verrückte nicht für unabänderlich verrückt und forderten die Abschaffung des Irrenhauses. Sie kritisierten die erbbiologische Ideologie einer per Geburt vermittelten Delinquenz ebenso wie die medizinische Verortung der Verrücktheit in einer biologischen Störung. Wesentlich für die Analyse der sogenannten Geisteskrankheit sei die Einbeziehung historisch-sozialer Phänomene, denn die Enthistorisierung der sogenannten Unterschichten werde mit System betrieben:

"Dieser Delinquententypus hat keine Geschichte, genauer, seine Geschichte ist lediglich die Geschichte seiner Vergehen: Er ist 'von Natur aus' ein Delinquent. Die einzig zugelassene Erläuterung seiner Handlung ist die Delinquenz selbst, das Naturell, die Rasse, die Konstitution. Sofern ihm überhaupt eine Geschichte zugestanden wird, ist es eine der Gewalttätigkeiten, der Entbehrungen und der Übergriffe. Die Reintegration dieser Delinquenten und dieser Wahnsinnigen kann unser Gesellschaftssystem nicht organisieren; sie setzte die Überwindung der gesellschaftlichen Klassenspaltung voraus" (S. 59).

So propagierten die italienischen Antipsychiater eine, wie man heute sagen würde, Ethik des Widerstandes, die ihren Berufsstand zwar nicht abschaffte, aber auf eine antagonistische Rolle festlegte, die ihm heute kaum ferner liegen könnte:

"Die Gesellschaft, die uns erstrebenswert erscheint, ist eine, die auf das Fremde und Ungewohnte nicht mit Exkommunizierung reagiert. Heute und für uns besteht, um bei unserem Beispiel zu bleiben, das Problem nicht in der Institution der Psychiatrie (die Verrückte produziert); es besteht vielmehr darin, wie man Menschen in ihrem Widerstand beistehen kann, die allein, isoliert und auf merkwürdig komplizierte und verzwickte Weise aufbegehren, wie man ihnen helfen kann, auf verständlichere Art aufzubegehren" (S. 37).
"Kurz, geboten und gefordert ist die Aufdeckung der Widersprüche, nicht deren Ächtung oder Leugnung oder Verbrämung. Der Diskurs der Würde des Menschen beginnt und endet nicht am Ideenhimmel der Philosophen, sondern in der gesellschaftlichen Praxis" (S. 61).

Dies gilt zweifellos auch für heutige Kritikerinnen und Kritiker der Zwangspsychiatrie. Diesem perfektionierten System der Sozialkontrolle nicht nur zu entrinnen, sondern eine emanzipatorische Praxis entgegenzustellen, gelingt am besten im solidarischen und kollektiven Kampf um die Entschlüsselung und Aufhebung gesellschaftlicher Verhältnisse, die psychisches wie körperliches Elend aller Art in erster Linie bedingen.


Fußnoten:

[1] Arbeit am Wahnsinn - Emanzipationsversuche gegen die herrschende Rationalität
http://www.kulturkritik.net/index_allgem.php?code=pfrwol124

[2] Arbeit am Wahnsinn - eine Anwendung dialektischer Erkenntnistheorie
http://kulturkritik.net/index_allgem.php?code=pfrwol003

[3] Alle Zitate wurden dem Sammelband "Befriedungsverbrechen. Über die Dienstbarkeit der Intellektuellen", herausgegeben von Franco Basaglia und Franca Basaglia-Ongaro, Frankfurt am Main, Europäische Verlagsanstalt, 1980, entnommen.


Beiträge zur Konferenz "Psychiatrie ohne Zwang - Was ist das?" im Schattenblick unter
www.schattenblick.de → INFOPOOL → PANNWITZBLICK → REPORT:

BERICHT/003: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - Keine Fesseln und Gewalt (SB)
BERICHT/004: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - Unfixiert und nicht allein (SB)
BERICHT/005: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - Faule Kompromisse? (SB)
BERICHT/006: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - Herrschaft, Brüche, Pharmafessel (SB)
BERICHT/009: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - humane Uhren laufen langsam (Wolf-Dieter Narr)
BERICHT/014: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - Gedämpfte Gewalt (SB)
INTERVIEW/004: Ohnmacht, Zwang und Psychiatrie - Geschlossene Gesellschaft, Dr. David Schneider-Addae-Mensah im Gespräch (SB)
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18. Mai 2014