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Schattenblick → INFOPOOL → PARABLICK → UFO BOULEVARD/352: Lettische Launen - Meteoriten-Absturz vorgetäuscht (SB)Ganz Lettland in Aufruhr Telekommunikationsunternehmen buddelt Loch ... und alle gaffen hinein Die Beschäftigung mit der Frage, ob Ufos im Sinne außerirdischer Raumschiffe existieren oder nicht, wird schon lange der Lächerlichkeit preisgegeben. Seit Jahrzehnten versuchen Menschen ihre Mitmenschen durch Aufnahmen von fliegenden Radkappen, selbstgebastelten Ufo-Modellen, verschwommene Fotos von leuchtenden Straßenlaternen vor dem Nachthimmel oder aufwendig inszenierten YouTube-Clips an der Nase herumzuführen. Eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Ufo-Thema scheint es nicht zu geben oder aber sie ist hinter dem Boulevard-Interesse der Medien bis zur Unkenntlichkeit verborgen. Auf der anderen Seite zeigt sich ein ähnliches Bild nur mit umgekehrten Vorzeichen. Jener Kreis von vermeintlichen Ufo-Expertinnen und -Experten, die regelmäßig zu älteren oder neueren Vorfällen publizieren und auf Ufo-Kongressen ihre jüngsten Erkenntnisse vortragen, lassen es häufig nicht weniger als die sich überlegen wähnenden Spötter an Ernsthaftigkeit missen. Beispielsweise indem sie bloße Spekulationen und Interpretationen zur Realität zu verdichten versuchen. Selbstverständlich tauchen in der Geschichte der Ufo-Sichtungen viele Fälle auf, für die keine Erklärung gefunden werden kann - Ufo-Forscher sprechen von bis zu fünf Prozent ungeklärten Vorfällen. Genau deshalb sollte die Lücke nicht mit einer weiteren Erklärung, nämlich daß für sie nur noch die außerirdische Hypothese übrig bleibt, verstopft werden. Hinter diesem häufig betriebenen Kurzschluß steckt kein weniger enges Weltbild als bei den Spöttern. Ungeklärt ist ungeklärt - ist das so schwer auszuhalten? Am vergangenen Wochenende hat ein lettisches Telekommunikationsunternehmen mit einer erfundenen Absturzgeschichte über eine leuchtendes Objekt aus dem Weltraum (Meteorit) das ganze Land auf die Beine gebracht. [1] Viele Schaulustige reisten zu dem vermeintlichen Einschlagsloch in einer Wiese nahe der Kleinstadt Mazsalaca, das allerdings nach kurzer Zeit von Experten als Produkt emsiger Arbeit mit dem Spaten identifiziert wurde. Anmerkungen: [1] "Ein Krater als Scherz. Letten fälschen Meteoriten-Einschlag",
27. Oktober 2009 27. Oktober 2009
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