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Schattenblick → INFOPOOL → PARABLICK → UFO EXOBIO/515: Studie - Marsleben erst unter mehreren Metern Gestein (SB)Kleine grüne Männchen im Untergrund In einer neuen Studie wird der Vorstellung von Leben nahe der Oberfläche des Mars eine Absage erteilt Wenn der einstige Mars tatsächlich ähnlich ausgesehen hat wie die Erde heute, gibt es gute Gründe zu erforschen, wohin das Wasser verschwunden ist, das anscheinend seine Oberfläche gestaltete, und warum sich die Atmosphäre verflüchtigt hat, in der einst möglicherweise Leben hätte gedeihen können. Sollte der Erde eine ähnliche Entwicklung blühen, wie aufgrund der allgemeinen Erwärmung zu befürchten ist, so wäre es sicherlich ratsam, nicht die Hände in den Schoß zu legen und die vorherrschenden Kräfte nach Belieben schalten und walten zu lassen. Ob die Suche nach außerirdischem Leben auf dem Mars bei der Klärung solcher existentiellen Fragen eine Rolle spielt, kann niemand abschließend beantworten, solange nicht der Wasser- und Atmosphärenverlust auf dem Roten Planeten ausreichend geklärt ist. Jedenfalls wird der technische Aufwand, mit dem Wissenschaftler nach Lebensspuren auf dem Mars suchen, immer weiter vorangetrieben. Die USA und die EU betreiben eigene Marsforschungsprogramme, Rußland, China und Indien strebt es ebenfalls zu unserem Nachbarplaneten. In einer neuen Studie wird nun behauptet, daß tief unter der Oberfläche des Mars, außerhalb der Reichweite der geplanten Marsmissionen, in denen Gesteinsproben erbohrt werden, Leben existieren könnte. In der jüngsten Ausgabe der Fachjournals "Geophysical Research Letters" vom 30. Januar 2007 berichteten europäische Forscher über ihre Berechnung, daß die tödliche kosmische Strahlung mehrere Meter unter der Oberfläche jedes bekannte Leben auf dem Mars ausgelöscht haben müßte. Im Gegensatz zur Erde ist das Mars durch kein Magnetfeld und keine dichte Atmosphäre geschützt. Darum glaubt Studienleiter Lewis Dartnell vom University College London, daß selbst die widerstandsfähigsten Zellen, die uns bekannt seien, unmöglich lange Zeit die Verhältnisse nahe der Oberfläche des Mars ausgehalten hätten. Dartnell und seine Kollegen hatten ein Modell zur Bestimmung der Strahlendosis der Sonne und des Kosmos entwickelt und hatten diese Daten auf drei verschiedene Szenarien und unterschiedliche Bodentiefen angewandt. Daraus leiteten sie für die jeweilige Schicht die maximale Zeit ab, die ein Organismus unter Strahlenbeschuß ausgehalten hätte. Unter der als Beispiel gewählten Eisschicht des Kraters Elysium könnte sich Leben demnach über längere Zeiträume gehalten haben. Bis in diese Tiefe wird allerdings kein Marsfahrzeug dieser oder der nächsten Generation bohren. Die unbemannte Mission des europäischen Rovers ExoMars, die für das Jahr 2013 anberaumt ist, käme der potentiell Lebensschicht noch am nächsten: der Bohrer soll gerade mal zwei Meter in den Marsboden eindringen. Als alternative Erkundungsstellen sind jüngere Krater als ausgerechnet Elysium im Gespräch, da diese noch dichter sind, was einen besseren Schutz gegen Strahlenschauer bietet als beispielsweise Eis. Dort könnte sich Leben womöglich etwas näher unter der Oberfläche entwickelt haben. In den von Dartnell berechneten Simulationen könnte sich Leben in einem jungen Krater zwei Meter unter der Oberfläche etwa 450.000 Jahre gehalten haben. Danach würden die Zellen zwar nicht unmittelbar aufgrund der Strahlenbelastung absterben - die ist laut Dartnell an manchen Orten der Erde sogar höher -, sondern weil die Organismen aufgrund der Kälte erstarrten, nicht mehr regenerationsfähig wären und erst dann im Laufe der Zeit von der Strahlung zerstört würden. Die Forschergruppe sieht sich jedenfalls in ihrer Ansicht durch die Entdeckung irdischer Mikroben unter zwei Kilometern dicken Gesteinsschichten bestätigt. Die nächste Marssonde, Phoenix genannt, wird im August dieses Jahres von der US-Raumfahrtbehörde Nasa gestartet. Auch sie soll neue Erkenntnisse über mögliche Lebensformen auf dem Mars liefern, wenngleich keine "Tiefbohrung" von zwei Metern geplant ist. 1. Februar 2007
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