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Schattenblick → INFOPOOL → PARABLICK → UFO EXOBIO/521: Forscher wollen nach völlig unbekanntem Leben suchen (SB)NASA will den eigenen Blick erweitern Nationaler Forschungsrat der USA mit Studie zur Suche nach fremdartigen Lebensformen beauftragt Die US-Raumfahrtbehörde NASA sucht intensiv nach Spuren außerirdischen Lebens. Kaum eine Mission, die nicht mindestens partiell mit dieser Frage befaßt ist. So dient die gesamte Kampagne der Erforschung des Mars im wesentlichen der Suche nach kleinen grünen Männchen. Allerdings sehr kleinen. Um genau zu sein: In der Größe von Mikroorganismen ... Die Vorstellung, daß die Marsmännchen so klein wie Mikroben sein könnten, regt womöglich zum Schmunzeln ab, aber jeder, der von einem grippalen Infekt heimgesucht wird, weiß, daß die kleinen Gesellen nicht zu unterschätzen sind. Bei der Suche nach Leben folgten die Forscher bislang dem Wasser, was bedeutete, daß sie annahmen, daß außerirdisches Leben auf ähnlichen Voraussetzungen beruht muß wie irdisches. Neben Wasser müßte demnach auch Kohlenstoff und Erbmaterial (DNA) vorliegen. Nun schlägt ein Ausschuß der Nationalen Akademie der Wissenschaften in den USA vor, man möge in Zukunft nicht nur nach Leben suchen, wie wir es kennen, sondern auch nach exotischen Lebensformen. Die "Folge-dem-Wasser"-Methode schränke womöglich den Blick zu sehr ein, hieß es. John Baross, Professor für Ozeanographie an der Universität von Washington in Seattle, der dem National Research Council (Nationaler Forschungsrat) vorsitzt, erklärte, daß der ganze Zweck des Reports darin bestehe, mit einem offenen Geist nach Leben auf anderen Planeten und Monden zu suchen. Noch hat die NASA, die den Auftrag zu dem Bericht erteilte, nicht konkretisiert, wie sie sich vorstellt, nach andersartigen Lebensformen zu suchen, aber die Frage verspricht natürlich ungeheuer spannend zu werden. Zahllose Science-fiction-Romane und -filme beweisen, daß die Menschen ihre Neigung, "out of the box" zu denken, also abseitige Wege zu beschreiten oder "hinter den Vorhang zu schauen", noch nicht restlos der utilitaristischen Sichtweise und vermeintlich alternativlosen Verwertungslogik der heutigen Produktionsgesellschaft geopfert haben. Der Ausschuß von Biochemikern, Planetenforschern, Genetikern und anderen wissenschaftlichen Experten will nach allen möglichen Lebensformen suchen. Als Biochemiker wisse er, daß Laborexperimente gezeigt hätten, daß Wasser nicht notwendigerweise die Grundlage für Leben sein müßte, erklärte Baross in einem Reuters-Bericht (6. Juli 2007). Ein lebender Organismus könnte auch von Methan, Äthan, Ammoniak oder noch bizarreren Chemikalien leben, meinte er. Die NASA könnte sogar erwägen, zu einigen der vielversprechenderen Orte unseres Sonnensystems zurückzukehren, um nach Lebensspuren zu suchen, deutete das Komitee an. Dazu gehörten die Saturnmonde Titan und Enceladus oder auch die von einer dichten Wolkendecke verhüllte Venus. Warum ausgerechnet diese Himmelskörper? Weil sich die Forscher vorstellen können, daß hier fremdes Leben entstanden sein könnte. Damit kehren sie logischerweise wieder auf die Konvention zurück. Das ist ein prinzipielles Dilemma. Es stellt sich die Frage, wie die Wissenschaft Meßgeräte zum Nachweis von Leben entwickeln will, für das sie keine Vorstellung hat. Wenn Baross und seine Kollegen vom Nationalen Forschungsrat von "Out-of-the-Box"-Denken sprechen, dann meinen sie damit, daß sie nur ein klein wenig über den Rand schauen wollen. Würden sie dagegen das Schubladendenken gänzlich verlassen, bräuchten sie gar nicht zu fernen Planeten streben, dann könnten sie auch versuchen, hier auf der Erde bislang völlig unbekannte und nach anderen Prinzipien lebende Existenzformen aufzuspüren. 10. Juli 2007
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