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WIRTSCHAFT/2790: Dürr zum Fachkräftemangel


fdk - freie demokratische korrespondenz 160/2014 - 12. März 2014

DÜRR zum Fachkräftemangel



Berlin. Zur Kabinettsbefassung mit dem Fachkräftemangel erklärt der Sprecher der FDP-Fraktionsvorsitzendenkonferenz FDP-Präsidiumsmitglied CHRISTIAN DÜRR:

"Deutschland fehlen Fachkräfte und die Bundesregierung verschärft diese Entwicklung in den kommenden Jahren auch noch. Die Rente mit 63 ist eine fatale Fehlentscheidung. Durch sie gehen Arbeitskräfte verloren, die in den Betrieben dringend gebraucht werden. Und durch einen flächendeckenden Mindestlohn schließt die Große Koalition zusätzlich noch Geringqualifizierte vom Arbeitsmarkt aus.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, müssen aus Sicht der Liberalen drei wichtige Punkte angegangen werden:

Die Ausbildungsreife junger Menschen muss besser werden und die zugleich zu hohe Zahl der Schulabbrüche sinken. Die berufliche Bildung und die naturwissenschaftlich-technische Ausbildung müssen gestärkt werden.

Durch mehr Betreuungsangebote und flexible Arbeitszeiten bekommen mehr Frauen mit Kindern die Chance, eine Arbeit zu finden. Für Ältere benötigen wir Weiterbildungsangebote und einen flexiblen Renteneintritt. Darüber hinaus braucht es Konzepte, um Menschen mit Behinderung alle Chancen auf einen Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Deutschland braucht eine qualifizierte Zuwanderung von Fachkräften. Sie muss nach transparenten, gewichteten Kriterien gesteuert werden. Grundlage dafür ist auch eine Willkommenskultur, die es nur mit einer progressiven Gesellschaftspolitik gibt, für die die FDP steht. Das Einknicken der SPD gegenüber dem Koalitionspartner beim Doppelpass ist in diesem Zusammenhang fatal. Die Hürden für die deutsche Staatsbürgerschaft werden de facto erhöht. Das prägt einmal mehr das Vorurteil von Deutschland als 'geschlossener Gesellschaft'."

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Quelle:
fdk - freie demokratische korrespondenz
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veröffentlicht im Schattenblick zum 13. März 2014