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BERICHT/088: Ilan Pappé - Zionismus zwischen Religion und Säkularismus (SB)


Vortrag am 15. Dezember 2011 im Zentrum Moderner Orient in Berlin


Das Zentrum Moderner Orient (ZMO) hatte im Rahmen seines Kolloquiums für das Wintersemester 2011/12 "Not all about Islam: Current Political Conflicts in Africa, the Middle East and Asia" den bekannten Historiker Prof. Ilan Pappé eingeladen [1]. Dieser dürfte den Nahost-Interessierten hierzulande spätestens seit seinem 2007 in deutscher Fassung erschienenen Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas" ein Begriff sein [2]. Der 1954 in Haifa geborene Ilan Pappé diente in der israelischen Armee während des Yom Kippur Krieges 1973 auf den Golanhöhen. 1978 schloß er sein Studium an der Hebräischen Universität Jerusalem ab. Seine Doktorarbeit beendete er 1984 an der University of Oxford unter Albert Hourani und Roger Owen. Pappé gehört zur Gruppe der Neuen israelischen Historiker und war von 1984 bis 2007 Professor für Politische Wissenschaften an der Universität Haifa. Gegenwärtig lehrt er an der Universität Exeter in England am Institut für Arabische und Islamische Studien. Er ist Direktor des Europäischen Zentrums für Palästinastudien sowie Co-Direktor des Zentrums für Ethno-politische Studien. Prof. Pappé hat sich in Forschung und Publikation weitreichend mit dem modernen Nahen Osten und insbesondere mit der Geschichte Israels und Palästinas befaßt.

Ilan Pappé - Foto: © 2011 by Schattenblick

Ilan Pappé
Foto: © 2011 by Schattenblick
In seinem Vortrag zum Thema "The Secular Dimensions of the Zionist Project in Palestine: A Historical Review" befaßte sich Ilan Pappé mit zwei Dimensionen, die seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert die zionistische Bewegung und in der Folge den Staat Israel maßgeblich geprägt haben: Geographie und Demographie. Er ging auf die Veränderungen dieser beiden Dimensionen ein und begründete insbesondere die Auffassung, daß die geographische Frage längst entschieden und daher inzwischen irrelevant, der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern heute also vor allem demographischer Natur sei.

Damit setzt Pappé einen Kontrapunkt zum gängigen Diskurs des Nahost-Konflikts, der von der israelischen Regierung und der Palästinensischen Autonomiebehörde unter Mahmud Abbas wie auch den Verbündeten Israels auf die Zweistaatenlösung reduziert wird. Während diese Option seit Jahren vorgehalten, aber mangels eines Friedensabkommens auf unabsehbare Zeit vertagt wird, schafft der unausgesetzte Raub palästinensischen Landes durch die jüdischen Siedler Fakten auf dem Boden: Das strategisch fragmentierte Westjordanland samt Ost-Jerusalem ist längst zu einem Bantustan deformiert, das zusammen mit dem Gazastreifen kaum noch als lebensfähiger Palästinenserstaat existieren könnte. In Aussicht gestellt wird allenfalls ein skelettierter Torso, der das Besatzungsregime in ein Protektorat unter umfassender israelischer Kontrolle verwandelte. Daher nimmt die Zweistaatenlösung zunehmend den Charakter eines Phantoms an, auf das die Kontroverse um unvermeidliche Schritte zur Lösung des Nahostkonflikts fixiert und mithin aller substantiellen Umbrüche entkleidet wird.

Ilan Pappé schlägt demgegenüber nichts weniger als eine aus fundierter Geschichtsforschung begründete und durch engagierten Aktivismus vorgetragene umfassende Analyse der Problemlage vor, die nicht länger wesentliche Aspekte ausblendet. Daß der Friedensprozeß seit den 70er Jahren fruchtlos geblieben ist, liegt seines Erachtens in erster Linie daran, daß dieser entscheidende Fragen nicht einbezogen hat. In seinem Vortrag faßte er diese Herangehensweise in das Bild eines Arztes, der lediglich über die Symptome spricht, weil es ihm zu unangenehm ist, sich mit den Ursachen der Krankheit zu befassen. Hingegen gehe er als Historiker und Aktivist davon aus, daß man aus einer Analyse der Ursprünge der säkularen Dimensionen Israels nützliche Schlüsse ziehen kann. Daß er bei alledem kein trockener Buchgelehrter ist, unterstrich Pappé mit einem nicht nur inhaltlich aufschlußreichen, sondern zugleich lebendigem Vortrag, der immer wieder mit amüsanten Einflechtungen und pointierten Spitzen aufwartete. So räumte er mit einem kleinen Seitenhieb gegen die typisch deutsche Disziplin eingangs ein, daß ihm diese Tugend nicht gerade ans Herz gewachsen sei und er sich deshalb schon im Voraus für diesen oder jenen Gedanken zum Friedensprozeß entschuldige, die er dem Thema seines Vortrags zum Trotz sicher einfließen lassen werde.

Man könne die Verbindung zwischen Zionismus und Säkularismus in einem Satz zusammenfassen, der indessen nicht von ihm stamme. Er habe sogar vergessen, wer ihn zuerst formuliert hat, was sehr praktisch sei, weil dann alle dächten, er sei von ihm. "Die Verbindung zwischen Zionismus und Säkularismus ist in etwa das Gegenteil der Beziehung zwischen Zionismus und Gott: Die meisten Zionisten glauben nicht, daß Gott existiert, aber sie glauben, daß er ihnen Palästina versprochen hat." Damit habe man bereits eine recht klare Vorstellung davon, wie Gott und die Zionisten in den letzten 120 Jahren zusammengespielt haben, so der Referent. In der akademischen Welt treffe man vier konkurrierende Paradigmen an, die den Zionismus in die Religion auf der einen Seite und den Säkularismus auf der anderen einzuordnen versuchen. Man könnte dieses Gegenüber zweier Positionen auch unter anderen Gegensatzpaaren beleuchten wie etwa Moderne gegenüber Tradition, der Westen gegenüber dem Rest, die entwickelte Welt gegenüber der sich entwickelnden Welt. Säkularismus im akademischen Kontext sei im wesentlichen eine Theorie der Modernisierung. Dahinter stehe die Idee, daß eine bestimmte Entwicklung in Europa die Gesellschaft verbessert habe und diese Verbesserung unter anderem die Trennung von Kirche und Staat beinhaltete.

Als die Modernisierung aus Europa exportiert wurde, erfaßte sie dieser Auffassung zufolge jeden, der damit in Berührung kam, wie durch Magie, sofern er sich nicht verweigerte. Wer nicht säkular ist, gilt deshalb als antimodern. Säkularismus reflektierte nach dieser Vorstellung die Fähigkeit, modern zu werden. Dieser Prozeß hätte eigentlich Hand in Hand mit Liberalismus, Demokratie und anderen Merkmalen des sozialen und moralischen Lebens einhergehen müssen, doch kamen einige Modernisierer in 70er und 80er Jahren zu dem Schluß, daß dieser Vorgang recht unterschiedlich verlaufen könne. Beispielsweise gilt China als säkular, aber nicht demokratisch, so daß der Prozeß der Modernisierung heute differenzierter gesehen wird. Die Türkei ist ein gutes Beispiel dafür: Sie hat zwar den Säkularismus verlassen, ist aber in vielerlei Hinsicht moderner geworden. Man muß daher dogmatische Konzepte von Modernisierung mit einem großen Fragezeichen versehen. Unter diese Generaldebatte über Modernität als eine Art umfassender Theorie, die uns die wesentlichen Veränderungen der Weltgeschichte in den letzten 200 Jahren erklärt, fällt auch der Zionismus und sein Verhältnis zum Säkularismus.

Wie Pappé an dieser Stelle anmerkte, bestimmten die vier Paradigmen die akademische und daher theoretische Debatte über den Zionismus. Gottseidank beschränke sich alles, was die Beziehung zwischen Israelis und Palästinensern ausmacht, nie ausschließlich auf akademische oder rein theoretische Erwägungen. Es gebe immer eine Seite der Aktivisten, eine ideologische Seite, eine politische Seite. Daher werde eine diesbezügliche Trennung allenfalls künstlich hergestellt, während sie doch nicht wirklich existiere.

Ilan Pappé - Foto: © 2011 by Schattenblick

Pointenreicher Vortrag zu ernstem Thema
Foto: © 2011 by Schattenblick
Das erste Paradigma ist das wichtigste in der akademischen Welt Israels: Der Zionismus gilt als eine säkulare Bewegung, weil er eines der erfolgreichsten Beispiele des Projekts der Moderne überhaupt darstellt. Man macht den Erfolg nicht zuletzt daran fest, wie der Zionismus mit Religion, Tradition und Säkularismus umgegangen ist. Mit dieser Aussage eröffnet einer der führenden israelischen Historiker des Zionismus, Yosef Gorny, seine Abhandlung über denselben. Man kann diese Aussage Pappé zufolge nicht ohne weiteres widerlegen, denn wie man sich mit ihr auseinandersetzt, hänge davon ab, wie man sich zur Modernisierung als solcher stellt. Hält man sie fraglos für einen Fortschritt in der menschlichen Entwicklung und empfindet zugleich großes Unbehagen angesichts der Entwicklung des Zionismus in Israel, wird man sagen, daß es sich bei letzterem um kein Projekt der Moderne und keine erfolgreiche Modernisierung handelt. Empfindet man jedoch Unbehagen gegenüber dem Projekt der europäischen Moderne insgesamt, wird man Prof. Gorny womöglich zustimmen, das dies eine erfolgreiche Fallstudie ist, was jedoch nicht bedeutet, daß man sie gutheißt. Der Umgang mit einem solchen Paradigma hängt also von den jeweiligen grundlegenden Auffassungen ab.

Das zweite Paradigma bezeichnete der Referent als wesentlich esoterischer und doch sehr interessant. Es wurde von einer Auseinandersetzung innerhalb und außerhalb Israels geprägt, die wenig Verbindung zum Diskurs in der akademischen Welt hatte, aber dennoch - vermutlich ohne sich dessen bewußt zu sein - ein theoretisches Modell entwarf. Als der verstorbene Chemieprofessor Israel Shahak, ein Aktivist und Präsident der israelischen Menschenrechtsliga, bereits in den frühen 50er Jahren die Behandlung der Palästinenser und Araber durch Israelis kritisierte, stand er damit seinerzeit allein auf weiter Flur. Damals wirkte sein Buch sehr esoterisch und abseits der gängigen Auffassungen. Heute wird es jedoch wieder viel gelesen, weil ihm die nachfolgenden Ereignisse und Erfahrungen recht geben. Er faßte den Zionismus als einen Irrweg des Judaismus auf, was erklärt, warum damals kaum jemand etwas damit zu tun haben wollte.

Der Zionismus wurde in diesem Konzept als Reduktion eines umfassenden Wertesystems aufgefaßt, das man gewissermaßen in einen Satz von Werkzeugen preßte, um damit ein politisches Projekt auf den Weg zu bringen. Nach Shahaks These umfaßt jede Religion ein Meer von Möglichkeiten und Interpretationen der Weltsicht, und aus diesem gewaltigen Reservoir der jüdischen Religion und Tradition habe der Zionismus die schlimmsten Aspekte des Judaismus ausgewählt. Seiner Ansicht nach könne man das mit jeder Religion machen und sie politisieren, sofern wenn man sie für ein politisches Projekt einspannen will. Das Resultat ist ein Mißbrauch der Religion selbst. In einem seiner Bücher stellte er dar, wie Prinzipien des Judaismus dazu mißbraucht wurden, Palästina zu übernehmen und Palästinenser zu drangsalieren. Während vormals Zionisten, die den Segen führender Rabbiner für ihr Vorhaben erbaten, eines Sakrilegs bezichtigt und rigoros zurückgewiesen wurden, gewinnt dieses Paradigma im 21. Jahrhundert erneut an Aktualität.

Das dritte Paradigma versucht den Zionismus in zwei Religionen zu verankern, nämlich dem Protestantismus und dem Judaismus. Als jüngstes Beispiel ist der von Shlomo Sand in seinem Buch "Die Erfindung des Volkes Israel" dargestellte Diskurs zu nennen. Es geht dabei um die zwei Seiten des frühen Zionismus, der in seinen Ursprüngen nicht nur ein jüdisches, sondern auch ein protestantisch-evangelikales Projekt war. Versucht man in Israel öffentlich über dieses Thema zu sprechen, handelt man sich nach den Worten Pappés nichts als Schwierigkeiten ein. Dennoch sei es unverzichtbar, diese Diskussion offen zu führen. Es existierte eine präzionistische protestantische Bewegung noch bevor europäische Juden den Zionismus als Lösung ihrer Probleme entwarfen. Um 1820 tauchte der Zionismus erstmals in evangelischen Texten auf, weil man damals glaubte, die Rückkehr der Juden nach Israel sei Teil des göttlichen Plans, der die zweite Ankunft des Messias, die Auferstehung der Toten und eine apokalyptische Vision einschloß. Man sah aus evangelikal-protestantischer Sicht die Heimkehr der Juden als einen wesentlichen Indikator dafür an, daß die Welt jenen besonderen Augenblick der Endzeit erreicht habe.

Im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gab es bekanntlich führende Persönlichkeiten in der zionistischen Bewegung, die erkannten, daß ihre noble Absicht, die europäischen Juden zu retten und den Judaismus als Bewegung zu begründen, im Falle ihrer Realisierung in Palästina zu enormen Problemen führen würde, weil dort schon Menschen lebten. Deswegen prüfte man damals andere Optionen wie Uganda, Argentinien, Aserbeidschan, sogar eine Insel unweit der Niagara-Fälle und weitere Orte. Es stellte sich jedoch heraus, daß insbesondere in Großbritannien protestantische Zirkel starken Druck auf die Zionisten ausübten, Palästina keinesfalls aufzugeben, weil sie den göttlichen Plan erfüllt sehen wollten. Ein moderner Aspekt dieser Beziehung ist die Verbindung von evangelikalem Protestantismus und Zionismus in den USA, aber auch in Europa, die insofern aberwitzig ist, als im endzeitlichen Szenario der Christen den Juden eine klare Rolle zugewiesen ist, nämlich entweder zu konvertieren oder Shish Kebab in der Hölle zu werden, wie es der Referent ausdrückte. Warum man ein Bündnis mit Leuten eingehen sollte, die einen als Nahrungsmittel für ihr Picknick ansehen, entziehe sich seinem Verständnis. Andererseits korrespondiere diese Auffassung mit Allianzen, die Israel heute eingeht, um sich Legitimität zu verschaffen. Natürlich könne sich Israel immer noch auf Deutschland verlassen, aber das werde sich ändern, das könne er seinen Zuhörern versprechen, merkte Pappé an.

Referent mit Publikum - Foto: © 2011 by Schattenblick

Vortrag in gemütlicher Atmosphäre
Foto: © 2011 by Schattenblick

Das vierte und letzte Paradigma, um das Verhältnis des Zionismus zu Religion und Säkularismus zu bestimmen, ist jenes des Siedlerkolonialismus. Kolonialismus wird für gewöhnlich als historisch zurückliegende Periode verstanden, man spricht von Kolonialismus, Antikolonialismus und Postkolonialismus oder Neokolonialismus. Siedlerkolonialismus setzt indessen den alten Kolonialismus fort und beutet die Bewohner der Region mit innovativen Methoden aus, die sich mitunter sogar als demokratische tarnen. Gabriel Piterberg, der an der University of California in Los Angeles (UCLA) lehrt, analysiert in seinem Buch "The Return of Zionism" den heutigen Zionismus als Projekt des Siedlerkolonialismus, der fortgesetzt den Raub des Landes von dessen Bewohnern betreibt. In den Friedensprozeß der 1970er Jahre wurde dieses Paradigma nicht aufgenommen, da Israel ihn keinesfalls als einen Prozeß der Dekolonialisierung verstanden wissen wollte.

Sich dem zu verweigern, ist nach Auffassung Pappés jedoch reine Zeitverschwendung. Es sei gleichgültig, ob die Ideologie, die die Siedler motiviert, religiös oder säkular ist, sogar Kommunisten könnten Kolonialisten sein. Aus Perspektive der Kolonisierten verhält es sich so: Hat man einen Stiefel im Gesicht, ist es gleichgültig, ob der Kolonialist den Koran, die Bibel oder Karl Marx in der Hand hält. Was einzig und allein eine Rolle spielt, ist der Stiefel. Die Kommunistische Partei Israels habe 55 Jahre gebraucht, um das zu verstehen. Das Paradigma des Siedlerkolonialismus richtet den Fokus auf die Unterdrückung, die Enteignung, die Kolonialisierung als einen Akt und interessiert sich viel weniger für die ideologische Herkunft dieser Unterdrückung. Manche Motive, im Land anderer zu siedeln, seien durchaus menschlich und verständlich, doch machten Menschen, die selbst Opfer waren, durch den Siedlerkolonialismus andere zu Opfern.

An dieser Stelle bleibt anzumerken, daß Ilan Pappé mit seiner abschließenden Aussage zum Siedlerkolonialismus die grundlegende Ideologie israelischer Staatsräson thematisierte. War der explizite Bezug auf die Shoa zunächst keineswegs integraler Bestandteil des zionistischen Projekts, das einen neuen Menschen schaffen wollte, der sich nach damaliger Auffassung vieler Zionisten nicht mit dem Bild eines schwachen und massenhaft der Vernichtung zugeführten Opfers vertrug, so markierte der Eichmann-Prozeß eine einschneidende Wende. Fortan stand das unbedingte Primat, daß Juden derartiges nie wieder angetan werden dürfe, als unanfechtbares Leitmotiv über allem innen- und außenpolitischen Argumentieren und Handeln. Hätte man den nicht nur weitreichenderen, sondern letzten Endes entgegengesetzten Schluß gezogen, daß Menschen derartiges nie wieder angetan werden dürfe, wären die daraus gezogenen Konsequenzen grundsätzlich andere gewesen. Die konsequente Umsetzung des Eintretens für Schwächere vorausgesetzt, wäre die dauerhafte Unterjochung der Palästinenser nicht vorstellbar und möglich gewesen.

Fortsetzung folgt

Fußnoten:

[1] http://www.zmo.de Zentrum Moderner Orient

[2] http://www.schattenblick.de/infopool/buch/sachbuch/busar442.html

Eingang ZMO im Kirchweg 33 - Foto: © 2011 by Schattenblick

Veranstaltungsort am Rande Berlins
Foto: © 2011 by Schattenblick

15. Januar 2012