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ORGANISATION/483: Jugend-Klimagipfel vom 28.11. bis 4.12.2009 (UNICEF)


UNICEF - Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen - Köln, den 24.11.2009

Vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen

UNICEF startet Jugend-Klimagipfel

- 160 Jugendliche aus 44 Nationen beraten vom 28.11. bis 4.12.2009
- Jedes zweite Opfer von Naturkatastrophen ist ein Kind


Der Klimawandel bedroht zunehmend das Leben von Kindern. Nach Angaben von UNICEF ist bereits heute ist jedes zweite Opfer von Naturkatastrophen ein Kind. Die Erderwärmung begünstigt auch die Verbreitung von Krankheiten wie Malaria und Durchfall sowie Mangelernährung. Diese sind für Kinder unter fünf Jahren besonders gefährlich. Vor diesem Hintergrund organisiert UNICEF deshalb im Vorfeld des Weltklimagipfels (vom 7. bis 18. Dezember) in Kopenhagen vom 28. November bis 4. Dezember 2009 einen Jugend-Klimagipfel. 160 Jugendliche aus 44 Nationen werden im Kopenhagener Rathaus über den Klimaschutz debattieren und eigene Lösungsvorschläge erarbeiten. Beim nachfolgenden Weltklimagipfel verhandelt die Staatengemeinschaft über ein Nachfolge-Abkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll und versucht Maßnahmen gegen den Klimawandel zu vereinbaren.

Mit dem Jugendklimagipfel will UNICEF das in der UN-Kinderrechtskonvention verbriefte Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung an politischen Diskussionen verwirklichen. Die UNICEF-Teams aus jeweils zwei bis fünf Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren stammen sowohl aus Industrieländern als auch aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Für Deutschland fahren Natalie Brindle (16), Kilian Günther (16), Julia Junge (16) und Conrad Zimmermann (16) nach Kopenhagen. Alle vier besuchen das Gerhard-Hauptmann Gymnasium in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern). Das deutsche Team "4Penguins" hat sich bereits im Rahmen des UNICEF-Jugendbeteiligungsprojekts "Junior8" intensiv mit dem Klimaschutz beschäftigt und beispielsweise ein Puppenspiel für jüngere Schüler entwickelt. Die Jugendlichen werden die Ergebnisse des Jugendgipfels Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen vor dessen Abreise nach Kopenhagen präsentieren. Alle Teilnehmer der Jugendkonferenz werden sich mit Unterstützung von UNICEF in ihrer Heimat weiter als "Klima-Botschafter" engagieren.


Kinder leiden am meisten unter dem Klimawandel

Der Klimawandel bedroht bereits heute das Leben von Kindern und stellt die Fortschritte der letzten Jahrzehnte in Frage - beispielsweise bei der Senkung der Kindersterblichkeit.

Krankheiten wie Malaria, Durchfallerkrankungen und Mangelernährung gehören zu den Haupttodesursachen von Kindern unter fünf Jahren. Sie werden durch die fortschreitende Erderwärmung begünstigt. Schon heute sterben jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder durch verseuchtes Trinkwasser und mangelnde Hygiene. Malaria tötet jährlich 800.000 Kinder, Mangelernährung 3,5 Millionen Kinder. UNICEF befürchtet, dass mehr Eltern ihre Kinder aus der Schule nehmen werden, weil sie die Nahrungsmittel nicht mehr bezahlen können und ihre Kinder mitarbeiten müssen.
Jedes zweite Opfer von Naturkatastrophen ist ein Kind. Sind es heute rund 175 Millionen jährlich, wird sich ihre Zahl bis zum Jahr 2015 klimabedingt schätzungsweise auf weltweit 375 Millionen verdoppeln.

Weitere Informationen auf:
www.uniteforclimate.org
www.younicef.de


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Quelle:
UNICEF - Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen
Pressemitteilung vom 24. November 2009
Herausgeber: Deutsches Komitee für UNICEF, Pressestelle
Höninger Weg 104, 50969 Köln
Telefon: 0221/936 50-0, Fax: 0221/93 65 02 79
E-Mail: mail@unicef.de
Internet: www.unicef.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 25. November 2009