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MELDUNG/011: Felix Sturm plant Duell der Weltmeister gegen Kelly Pavlik (SB)



US-Amerikaner müßte zuvor gegen Sebastian Zbik antreten

Felix Sturm kündigt ein Duell der Weltmeister im Mittelgewicht zur Vereinigung der Titel mit Kelly Pavlik aus den USA an. "Wir treffen uns noch in diesem Monat zu Verhandlungen. Geplant ist der Fight für Mai oder Juni, am liebsten in Köln, meiner Heimat", sagte der Champion des Verbands WBA der "Bild"-Zeitung. Sein Wunschgegner aus Youngstown in Ohio ist Weltmeister der Verbände WBO und WBC.

Bevor es zu diesem spektakulären Kampf kommt, dem auch Pavlik nicht abgeneigt zu sein scheint, müßte dieser jedoch gegen Sebastian Zbik antreten. Der 27 Jahre alte Schweriner aus dem Universum-Boxstall ist als WBC-Interimsweltmeister Pflichtherausforderer des US-Amerikaners. Wie Kelly Pavlik kürzlich mitgeteilt hat, wolle er zu allererst mit seinem Landsmann Paul Williams in den Ring steigen.

Felix Sturm hatte im August vergangenen Jahres seinen Vertrag mit der Hamburger Universum Box-Promotion gekündigt und seine eigene Vermarktungsagentur gegründet. Universum wies die Kündigung als unwirksam zurück und besteht auf der Option einer Vertragsverlängerung bis 2012. In einer Feststellungsklage läßt der Leverkusener derzeit prüfen, ob seine Trennung von Universum rechtmäßig ist.


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Roman Karmazin nimmt IBF-Titel im Mittelgewicht ins Visier

Weltmeister Sebastian Sylvester verteidigt am 30. Januar seinen Titel nach Version der IBF im Mittelgewicht gegen Pablo Navascues aus Spanien. Sollte sich der 29jährige Greifswalder im Neubrandenburger Jahnsportforum gegen den fünf Jahre älteren Herausforderer durchsetzen, muß er seinen darauffolgenden Kampf gegen den Russen Roman Karmazin bestreiten.

Im Civic Auditorium von Glendale im US-Bundesstaat Kalifornien gewann der frühere Europameister und IBF-Weltmeister im Halbmittelgewicht einen Ausscheidungskampf gegen Dionisio Miranda. Dank des K.o.-Siegs in der zehnten Runde sicherte sich der Russe den ersten Platz in der IBF-Weltrangliste und zugleich das Vorrecht, den amtierenden Champion herauszufordern.

Der 37jährige Karmazin mußte allerdings ein schweres Stück Arbeit bewältigen, um die begehrte Position des Pflichtherausforderers zu erringen. Geraume Zeit machte Miranda den stärkeren Eindruck und brachte seinen Gegner vor allem in der dritten Runde in Bedrängnis. Noch schlimmer kam es für den Russen im zehnten Durchgang, als er nach einer Rechten seines Kontrahenten in die Knie ging und von Ringrichter James Jen-Kin angezählt wurde.

Doch Roman Karmazin warf die Flinte nicht ins Korn, sondern drehte plötzlich den Spieß um und schickte Miranda seinerseits mit einer Rechten zu Boden. Dieser kam zwar noch einmal auf die Beine, mußte aber sofort weitere schwere Treffer hinnehmen, die zum Abbruch des Kampfs durch den Ringrichter führten. Damit stand der Russe nach zwei Minuten und 34 Sekunden der zehnten Runde als Sieger fest.

12. Januar 2010



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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