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MELDUNG/017: Gabriel Campillo fürchtet Auftritte in der Fremde nicht (SB)



Spanischer WBA-Champion gibt Kasachen Beibut Schumenow Revanche

Der Spanier Gabriel Campillo ist auch den deutschen Boxfans leidlich bekannt, seit er im September 2008 in Bielefeld gegen Karo Murat antrat. Damals mußte sich der Halbschwergewichtler aus Madrid dem Schützling Trainer Ulli Wegners aus dem Berliner Sauerland-Boxstall knapp nach Punkten geschlagen geben. Im Juni 2009 stellte Campillo seine Qualitäten nachdrücklich unter Beweis, als er in Argentinien Hugo Hernan Garay als Weltmeister der World Boxing Association (WBA) entthronte.

Bereits im August letzten Jahres verteidigte der Spanier erstmals seinen Titel in Astana gegen den aufstrebenden kasachischen Lokalmatador Beibut Schumenow. Wiederum unterstrich Campillo, daß er sich auch vor fremdem Publikum behaupten kann, denn er gewann diesen Kampf knapp nach Punkten (115:111, 114:113, 113:113).

Am 29. Januar kommt es zur Revanche, die Gabriel Campillo hinsichtlich des Austragungsortes wiederum im Nachteil sieht. Zwar wurde mit dem Hard Rock Hotel & Casino in Las Vegas vermeintlich neutraler Boden gewählt, doch lebt der 26jährige Herausforderer aus Kasachstan seit einiger Zeit in der Spielerstadt, so daß er einen gewissen Heimvorteil hat. Den Spanier schreckt das offensichtlich nicht, zumal in Las Vegas mit einer lukrativen Börse zu rechnen ist, die seinen Titel vergoldet. Während für den Weltmeister aus Spanien 19 Siege und zwei Niederlagen zu Buche stehen, mußte sich Beibut Schumenow bislang in neun Profikämpfen nur einmal geschlagen geben.


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Sebastian Sylvester schwitzt im Trainingslager

Für Weltmeister Sebastian Sylvester rückt die erste Verteidigung seines IBF-Titels im Mittelgewicht näher. Am 30. Januar trifft er im Jahnsportforum Neubrandenburg auf den Spanier Pablo Navascues und setzt bei diesem Auftritt nicht zuletzt auf die Unterstützung des Publikums, die ihn in der Vergangenheit mehr als einmal beflügelt hat. Als der Greifswalder im September 2009 zum Titelkampf gegen Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik antrat, sorgten die Neubrandenburger Zuschauer für eine stimmgewaltige Kulisse, die den Gegner offensichtlich beeindruckte und Sylvester regelrecht zum Sieg trug.

Die Erwartung solch mächtigen Rückenwinds enthebt den Champion natürlich nicht einer ebenso schweißtreibenden wie akribischen Vorbereitung auf den bevorstehenden Kampf, der sich Sylvester derzeit im Güstrower Trainingslager befleißigt. Karsten Röwer holt seinen Schützling zum Frühsport aus den Federn, der auch bei den herrschenden Minustemperaturen nicht ausfällt. Nach dem Frühstück folgt eine zweite Trainingseinheit und am Nachmittag steht das Sparring auf dem Programm. Inzwischen muß der 29 Jahre alte Weltmeister mit seinen drei Sparringspartnern über acht bis zehn kräftezehrende Runden gehen, um den Anforderungen bei seiner Titelverteidigung gegen den fünf Jahre älteren Herausforderer aus Madrid immer näher zu kommen.

19. Januar 2010



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