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MELDUNG/043: US-Amerikaner Adam Richards fordert Marco Huck heraus (SB)



Titelverteidigung in der Berliner Max-Schmeling-Halle

In der Berliner Max-Schmeling-Halle trifft Weltmeister Marco Huck am 13. März bei seiner zweiten Verteidigung des Cruisergewichtstitels nach Version der World Boxing Organization (WBO) auf den US-Amerikaner Adam Richards. Für den langjährigen Westfalen, der sich im August letzten Jahres die Trophäe des Champions gesichert hatte, ist es der erste Auftritt als Weltmeister in seiner neuen Heimatstadt, auf den er sich eigenen Angaben zufolge riesig freut. Er wolle natürlich besonders überzeugend auftreten und das Publikum begeistern, zumal er sich in den letzten Monaten weiter verbessert habe.

Wie der Geschäftsführer von Sauerland Event, Chris Meyer, mitteilte, sei man froh, die Verträge unter Dach und Fach zu haben, da sich die Verhandlungen mit Adam Richards lange hingezogen hatten. Das Berliner Publikum dürfe sich auf einen interessanten Kampf freuen. Der 25jährige Titelverteidiger bereitet sich derzeit mit seinem Teamkollegen Arthur Abraham in den USA auf den bevorstehenden Kampf vor.

Huck, der in Serbien geboren wurde, hat 27 seiner 28 Profikämpfe gewonnen und dabei 20 Gegner vorzeitig in die Kabine geschickt. Sein vier Jahre älterer Gegner aus Houston im US-Bundesstaat Texas hat 23 Siege aus 25 Kämpfen vorzuweisen und wird in der WBO-Rangliste an Nummer 14 geführt. "Das wird kein Spaziergang. Wenn man gegen einen Mann aus den Top-15 boxt, darf man nicht fahrlässig sein", zeigt sich Marco Huck auf der Hut.


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Alexander Powetkin hält sich für Klitschko in Form

Neben dem Kampf Marco Hucks gegen Adam Richards bekommt das Berliner Publikum auch den Schwergewichtler Alexander Powetkin zu sehen, der bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen die Goldmedaille gewonnen hatte. Im Januar 2008 sicherte er sich durch den Sieg in einem Turnier der IBF mit vier Teilnehmern das Vorrecht, Weltmeister Wladimir Klitschko herauszufordern. Seither wartet der in 18 Profikämpfen ungeschlagene Russe auf die Gelegenheit, endlich mit dem Ukrainer in den Ring zu steigen, der parallel dazu auch noch den Gürtel der WBO zu verteidigen hat. Einmal setzte eine Trainingsverletzung Powetkin außer Gefecht, zuletzt mußte Klitschko nach einer Operation eine lange Pause einlegen.

Wladimir Klitschko verteidigt seine Titel am 20. März im Düsseldorfer Stadion vor mehr als 50.000 Zuschauern gegen den Pflichtherausforderer der WBO, Eddie Chambers aus Philadelphia. Dieser hat 35 Kämpfe gewonnen und nur einen verloren, wobei er die Niederlage im Januar 2008 gegen Powetkin bezog, der ihn in Berlin nach Punkten besiegte. Seither hat der US-Amerikaner fünf Kämpfe in Folge gewonnen.

Alexander Powetkin arbeitet seit einiger Zeit mit dem renommierten US-amerikanischen Trainer Teddy Atlas zusammen, der ihn nach einer zwischenzeitlich wenig überzeugenden Phase augenscheinlich wieder nach vorn gebracht hat. Erste Früchte dieser Zusammenarbeit zeigten sich am 5. Dezember in Ludwigsburg, als der Russe den routinierten US-Amerikaner Leo Nolan bereits in der dritten Runde besiegte.

Atlas, der in der Arena Ludwigsburg zum ersten Mal in der Ecke Powetkins gestanden hatte, zeigte sich zufrieden mit dem Kampf gegen Nolan, der zuvor noch nie in seiner Karriere zu Boden gegangen war. Wie der Trainer erklärte, sei er zuversichtlich, seinen Schützling durch einen Sieg über Wladimir Klitschko zum Weltmeister machen zu können: "Wenn die Zeit gekommen ist, wird er bereit sein."

14. Februar 2010



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