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MELDUNG/120: Ina Menzer und Firat Arslan treten in Stuttgart an (SB)



Weltmeisterin im Federgewicht nach wie vor unbesiegt

Weltmeisterin Ina Menzer verteidigt die Titel der Verbände WBC, WIBF und WBO im Federgewicht am 3. Juli in der Stuttgarter Porsche-Arena. Wie die Hamburger Universum Box-Promotion mitgeteilt hat, steht die Gegnerin derzeit noch nicht fest. Die unbesiegte Mönchengladbacherin bestreitet den ersten Hauptkampf bei der Übertragung im ZDF. Für sie ist es der zweite Auftritt in Stuttgart, wo sie 2005 bei ihrem fünften Profikampf schon einmal in den Ring gestiegen war. Nun kehrt sie als dreifache Weltmeisterin zurück: "Ich freue mich sehr auf diese Stadt und die schwäbischen Boxfans. Es wird eine neue Erfahrung werden. Ich verspreche eine tolle Show!"

Am 9. Januar hatte Ina Menzer bei der "Universum Champions Night", die vor 4.000 Zuschauern in der Magdeburger Bördelandhalle stattfand, ihre Titel zuletzt verteidigt. Die 29jährige Mönchengladbacherin gewann durch technischen K.o. in der sechsten Runde gegen die gleichaltrige Herausforderin Ramona Kühne aus Berlin und verbesserte damit ihre Bilanz auf 26 Siege in ebenso vielen Ringauftritten. Der Triumph in der Bördelandhalle war bereits ihre 15. Titelverteidigung.

Hingegen blieb der zuvor in 15 Kämpfen unbesiegten Ramona Kühne der vierte Titel in vier unterschiedlichen Gewichtsklassen verwehrt. Die 29jährige hatte bereits den Gürtel im Halbwelter- und Leichtgewicht gewonnen und blieb weiterhin amtierende WIBF-Weltmeisterin im Superfedergewicht. Beide Boxerinnen waren nach ihrem verbissen geführten Kampf schwer gezeichnet. Während die Siegerin aus ihrem zugeschwollenen linken Auge nicht mehr sehen konnte, mußte die unterlegene Berlinerin im Magdeburger Uniklinikum einen vier Zentimeter langen Cut an der linken Augenbraue versorgen lassen. Diese heftigen Blessuren waren nicht zuletzt auf die harten Handschuhe zurückzuführen, die Kühne als Herausforderin gewählt hatte.


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Exweltmeister kämpft um Interimstitel im Cruisergewicht

Im zweiten Hauptkampf des Abends in der Stuttgarter Porsche-Arena kehrt Firat Arslan nach eineinhalb Jahren in den Ring zurück. Der ehemalige WBA-Weltmeister im Cruisergewicht kämpft sofort um den Interimstitel der WBA. Gegner des 39jährigen ist der sechs Jahre jüngere Franzose Steve Herelius, der 19 Kämpfe gewonnen sowie je einen verloren und unentschieden beendet hat. Zu diesem Kampf kommt es, weil WBA-Weltmeister Guillermo Jones, der sich den Gürtel durch einen Sieg über Firat Arslan im September 2008 gesichert hatte, seit diesem Tag nicht mehr im Ring stand, weshalb ihm wegen Inaktivität die Aberkennung des Titels droht. Für Arslan aus dem schwäbischen Ort Süßen vor den Toren Stuttgarts ist der Kampf die große Chance, noch einmal Weltmeister im Cruisergewicht zu werden.

Wie Arslan auf der Internetseite des Universum-Boxstalls berichtet, hatte er sich im Juni vergangenen Jahres kurz vor dem Kampf gegen den heutigen Titelträger der WBO, Marco Huck, einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen. "Nur wenige Tage danach habe ich mich schon aufs Rad gesetzt und trainiert. Dort ist es dann passiert. Ich bin in den österreichischen Bergen ganz übel mit dem Fahrrad gestürzt und mußte mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Mir war der Halsmuskel gerissen und ich hatte zahlreiche Brüche. Es war lange nicht klar, ob ich wieder gehen kann, geschweige den boxen. Hätte ich nicht ein starkes Muskelkorsett gehabt, wäre es sicher noch schlimmer ausgegangen. Aber jetzt ist wieder alles gut. Darum brenne ich jetzt sehr auf diese Chance. Ich möchte mir meinen WM-Gürtel zurückerkämpfen."

4. Mai 2010



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