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MELDUNG/155: Manny Pacquiao als "Boxer des Jahres 2009" geehrt (SB)



Boxsportjournalisten würdigen Leistungen des Philippiners

Die renommierte Boxing Writers Association of America (BWAA) hat in New York den Philippiner Manny Pacquiao zum "Boxer des Jahres 2009" gekürt. Der oftmals als derzeit bester Boxer aller Gewichtsklassen bezeichnete 31 Jahre alte WBO-Weltmeister im Weltergewicht erhielt die prestigeträchtige Auszeichnung des elitären Zirkels der amerikanischen Boxsportjournalisten bereits zum dritten Mal. Pacquiao, dem es als bislang einzigem Boxer gelang, Weltmeister in sieben verschiedenen Gewichtsklassen zu werden (Fliegengewicht bis Weltergewicht), wurde zugleich als "Boxer des Jahrzehnts" geehrt.

Manny Pacquiao hat sich neben seiner Karriere im Ring in seinem Heimatland auch der Politik zugewandt. Am 10. Mai gewann er die Kongreßwahlen in der Provinz Sarangani und wurde deren Regierungschef. Er will jedoch seine sportliche Laufbahn fortsetzen und wird aller Voraussicht nach seinen nächsten Kampf frühestens im November bestreiten.

Außerdem zeichneten die Boxsportjournalisten Pacquiaos Trainer Freddy Roach als "Trainer des Jahres" aus. Die im Februar 1926 in New York gegründete BWAA entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer einflußreichen Organisation, der heute 139 Mitglieder angehören, darunter als einziger europäischer Boxjournalist Gunnar Meinhardt von der "Welt" und "Welt am Sonntag". Universum-Chef Klaus-Peter Kohl wurde 2002 als bislang einziger Deutscher zum "Manager des Jahres" erklärt.


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Universum-Boxer nehmen kommende Aufgaben ins Visier

Die Akteure der Universum Box-Promotion bereiten sich derzeit an verschiedenen Schauplätzen auf ihre kommenden Aufgaben vor. Wie man auf der Website des Boxstalls lesen kann, ist Karoly Balzsay, der nach der Geburt seiner Tochter eine Pause eingelegt hatte, inzwischen in die Trainingsgruppe um Michael Timm und Artur Grigorian im Hamburger Gym zurückgekehrt. Der ungarische Supermittelgewichtler sagte, er habe die Truppe vermißt und freue sich, wieder im vertrauten Kreis arbeiten zu können. Im Juli sei ein Aufbaukampf über acht Runden geplant, wobei der Gegner in Kürze bekanntgegeben werden soll. Balzsay, dessen Bilanz bei 23 Siegen und zwei Niederlagen steht, war als WBO-Weltmeister von Robert Stieglitz aus Magdeburg entthront und zuletzt von seinem eigenen Teamkollegen Eduard Gutknecht aus Gifhorn besiegt worden.

Unterdessen hat Firat Arslan sein Trainingslager im österreichischen Haiming am Eingang des Ötztals aufgeschlagen. Da der frühere WBA-Weltmeister im Cruisergewicht an Allergien leidet, findet er in den Bergen wesentlich günstigere Voraussetzungen für eine intensive Vorbereitung. Begleitet wird er von Trainer Tommy Künzel, Cutman Volker Grill und Fitneßcoach Teddy Lackner, die ihm im Hotel eine Trainingsstätte mit Ring und Kraftgeräten eingerichtet haben.

Arslan kehrt am 3. Juli in der Stuttgarter Porsche-Arena nach eineinhalb Jahren in den Ring zurück und kämpft dabei sofort um den Interimstitel der WBA. Gegner des 39jährigen ist der sechs Jahre jüngere Franzose Steve Herelius. Zu diesem Duell kommt es, weil WBA-Weltmeister Guillermo Jones wegen Inaktivität die Aberkennung des Gürtels droht. Er hat seit seinem Sieg über Firat Arslan im September 2008 den dabei gewonnenen Titel nicht verteidigt.

In Haiming trainiert Firat Arslan Tür an Tür mit Universum-Trainer Magomed Schaburow, der sich mit seinen Boxern Alexander Alexejew, Dimitri Sartison und Eduard Gutknecht ebenfalls am Ort aufhält. Der Cruisergewichtler Alexejew bereitet sich auf den Kampf gegen seinen ungeschlagenen russischen Landsmann Denis Lebedew am 17. Juli in Schwerin vor, dessen Sieger Pflichtherausforderer des WBO-Weltmeisters Marco Huck aus dem Sauerland-Boxstall wird. Für Sartison und Gutknecht, die im Supermittelgewicht boxen, sind Auftritte im Juli geplant.

10. Juni 2010



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