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MELDUNG/173: Zwei alte Bekannte prominenter deutscher Akteure (SB)



Lajuan Simon nach Sieg über Rodriguez im Aufwind

Dem deutschen Publikum ist der US-Amerikaner Lajuan Simon bekannt, seit er am 14. März 2009 in Kiel gegen den damaligen IBF-Weltmeister im Mittelgewicht, Arthur Abraham aus dem Sauerland-Boxstall, antrat und sich dem Berliner geschlagen geben mußte. Der favorisierte Titelverteidiger beherrschte seinen Gegner zunächst eindeutig, bekam aber im letzten Drittel des Kampfs erhebliche Konditionsprobleme, die den Herausforderer wieder ins Spiel brachten und dazu führten, daß über volle zwölf Runden geboxt werden mußte.

Nur drei Monate später kehrte der unterlegene Herausforderer nach Deutschland zurück, um sich diesmal mit Sebastian Sylvester zu messen. Am 27. Juni ging es in der Berliner Max-Schmeling-Halle um den Titel des Internationalen Meisters der IBF, den der Greifswalder verteidigte, vor allem aber um den zweiten Platz in der Rangliste der IBF. Nur der Sieger durfte hoffen, einen Kampf um die Nachfolge Arthur Abrahams bestreiten zu können, der sich entschlossen hatte, seinen Titel ungeschlagen niederzulegen und ins Supermittelgewicht aufzusteigen, wo ihm Hungerkuren wie vor dem Kampf gegen Simon erspart bleiben würden. Sylvester boxte diszipliniert und setzte sich über zwölf Runden nach Punkten durch, wodurch er auf Kurs blieb und in der Folge zum Weltmeister aufstieg.

Vor wenigen Tagen bestritt der 31jährige Lajuan Simon im Turning Stone Resort & Casino in Verona, US-Bundesstaat New York, einen auf zehn Runden angesetzten Kampf gegen seinen gleichaltrigen Landsmann Jose Angel Rodriguez, den er einstimmig nach Punkten besiegte (99:91, 97:93, 97:93). Allerdings kostete es Simon beträchtliche Anstrengung, mit dem Rechtsausleger fertigzuwerden, der höchst angriffslustig zu Werke ging und erst nach heftigem Widerstand die zweite Niederlage seiner Profilaufbahn hinnehmen mußte. Lajuan Simon profitierte von seinen klareren Treffern und verbesserte dank dieses Erfolgs seine Bilanz auf 23 gewonnene und zwei verlorene Auftritte sowie zwei Unentschieden und einen Kampf ohne Wertung. In der Rangliste der IBF wird der US-Amerikaner derzeit an Nummer acht geführt, so daß er sich Hoffnungen machen kann, in absehbarer Zeit erneut einen Titelkampf zu bekommen.


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Belgier Geoffrey Battelo faßt wieder Tritt

Auch der Belgier Geoffrey Battelo ist in Deutschland so etwas wie ein alter Bekannter, seit er am 24. Januar 2009 in Riesa in einem Kampf um die Europameisterschaft auf Marco Huck traf und sich durch technischen K.o. in der dritten Runde geschlagen geben mußte. Der Cruisergewichtler aus Bielefeld steht bekanntlich bei Sauerland Event unter Vertrag und ist inzwischen Weltmeister der WBO in dieser Gewichtsklasse. Damals verteidigte er den europäischen Titel zum zweiten Mal und schickte den ambitionierten Gegner nach konzentriertem Auftakt frühzeitig zu Boden, worauf der Kampf wenig später abgebrochen wurde.

Eine weitere herbe Niederlage mußte der 30jährige Battelo im Februar 2010 einstecken, da ihn der Tscheche Lubos Suda überraschend durch K.o. in der elften Runde besiegte. Nun hat sich der Belgier wieder auf den Weg gemacht, an die europäische Spitze vorzustoßen. In Lüttich traf er auf den 29 Jahre alten Franzosen Julien Perriaux, der durch technischen K.o. in der fünften Runde unterlag. Nach diesem Sieg hat Geoffrey Battelo eine Profibilanz von 22 Siegen und zwei Niederlagen vorzuweisen, wobei er nicht weniger als 19 Auftritte vorzeitig beenden konnte.

29. Juni 2010



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