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MELDUNG/185: Klaus-Peter Kohl verwöhnt boxbegeisterte Schweriner (SB)



Brähmer, Kentikian und Alexejew samt attraktivem Vorprogramm

Nach den Worten Klaus-Peter Kohls präsentiert die "Universum Champions Night" am 17. Juli in Schwerin das stärkste Programm, das der Hamburger Boxstall je in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns aufgeboten hat. Mit zwei Titelverteidigungen populärer Weltmeister und einem Ausscheidungskampf, dessen Sieger den aktuellen Champion herausfordern darf, ist diese Gala in der Tat hochkarätig besetzt. Und da das Schweriner Publikum alle Boxer, die es ins Herz geschlossen hat, rückhaltlos zu unterstützen pflegt, kann man davon ausgehen, daß Zuschauer und Akteure im Ring einander an diesem Abend zu Höchstleistungen anspornen.

Lokalmatador Jürgen Brähmer, der seinen WBO-Titel im Halbschwergewicht verteidigt, bekommt es mit dem robusten Spanier Alejandro Lakatos zu tun. Wie Trainer Michael Timm berichtet, habe sein Schützling 78 harte Sparringsrunden mit einer vorbildlichen Einstellung absolviert. Indessen könne man Training und Wettkampf nicht gleichsetzen, da es im Ernstfall auf die Umsetzung dessen ankomme, was man zuvor ausgearbeitet und einstudiert habe. Lakatos sei bekanntermaßen unbequem und verfüge über große Erfahrung, doch gelte das gleichermaßen für Jürgen Brähmer.

Susianna Kentikian trifft auf die Mexikanerin Arely Mucino aus Monterrey, welcher der Ruf robuster Unverwüstlichkeit vorauseilt. Bei der Weltmeisterin der Verbände WBA, WBO und WIBF im Fliegengewicht aus Hamburg, die von Magomed Schaburow trainiert wird, geben kampffreudige und titelhungrige Gegnerinnen einander die Klinke in die Hand, so daß man eines mit Sicherheit prognostizieren kann: Langeweile wird in diesen zehn Runden ein Fremdwort sein.

Gegenseitig beharken werden sich auch die Cruisergewichtler Alexander Alexejew und Denis Lebedew, winkt dem Sieger doch das Vorrecht, mit WBO-Weltmeister Marco Huck aus dem Sauerland-Boxstall in den Ring zu steigen. Von einem Favoriten im Schweriner Kampf kann man kaum sprechen, da die beiden fast gleichaltrigen Russen nicht nur eine nahezu identische Bilanz vorzuweisen haben, sondern auch gleichermaßen mit ihren Gegnern kurzen Prozeß zu machen versuchen.

Nicht geringschätzen sollte man das attraktive Vorprogramm, in dem Marcel Meyerdiercks auch in seinem 17. Profikampf ungeschlagen bleiben will. Wer den Federgewichtler aus Wismar auf die Probe stellt, wird in wenigen Tagen bekanntgegeben. Im Schwergewicht muß sich Christian Hammer einem Gegner stellen, dem er auf dem Papier klar unterlegen ist. Der unbesiegte Pole Mariusz Wach reist mit 21 Siegen an, während Trainer Michael Timm die harte Nuß zu knacken hat, seinen Schützling nach sieben Siegen und einer Niederlage taktisch aufzurüsten, damit Hammer seinem Künstlernamen alle Ehre machen kann. Auftreten wird auch Eduard Gutknecht, der sich zuletzt Weltmeister Robert Stieglitz geschlagen geben mußte. Von Trainer Magomed Schaburow jüngst in den Ötztaler Alpen konditionell in Schuß gebracht, trifft Gutknecht bei einem Abstecher ins Halbschwergewicht auf den französischen Aufbaugegner Tarek Kaidouri.

11. Juli 2010



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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