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MELDUNG/216: Felix Sturm unter den Fittichen Fritz Sduneks (SB)



63jähriger Erfolgstrainer im Team des Weltmeisters eingetroffen

Felix Sturm hatte im Frühjahr angekündigt, er werde künftig mit dem renommierten US-amerikanischen Trainer Freddie Roach zusammenarbeiten. Die damaligen Pläne sahen vor, daß der Leverkusener unter Roachs Regie die Vorbereitung auf seine Kämpfe absolvieren werde. Da man seither nichts mehr von dieser Kooperation gehört und der WBA-Superchampion im Mittelgewicht inzwischen Fritz Sdunek für seine Betreuung gewonnen hat, kann man wohl davon ausgehen, daß der sportliche Brückenschlag über den großen Teich gescheitert ist. Roach dürfte im Wild Card Gym von Los Angeles so beschäftigt sein, daß für ihn eine Reise nach Deutschland wegen Felix Sturm nicht in Frage kommt. Umgekehrt will auch der Leverkusener die heimischen Gefilde nicht verlassen, da er in der Kölner Südstadt ein eigenes Gym eröffnet hat, in dem er sich vorbereitet.

Mit Clive Salz verfügt Felix Sturm über einen eigenen Konditionstrainer, der für alle Belange der körperlichen Verfassung bis hin zur Ernährung verantwortlich ist. Nun ist auch Fritz Sdunek im Trainingslager eingetroffen, um für den nötigen Feinschliff des Weltmeisters zu sorgen. Dieser bereitet sich auf seine Titelverteidigung gegen Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik vor, die am 4. September in der Kölner Lanxess-Arena stattfindet. Sdunek begutachtete zum Auftakt ihrer Zusammenarbeit sechs Runden Sparring seines neuen Schützlings und war dem Vernehmen nach sehr zufrieden.


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Dustin Dirks faßt große Ziele ins Auge

Der Halbschwergewichtler Dustin Dirks stößt nach 15 gewonnenen Profikämpfen langsam aber sicher in Regionen vor, in denen man auch international auf ihn aufmerksam wird. In der EU-Rangliste wird der Schützling Trainer Otto Ramins inzwischen an Nummer zehn geführt, und wie es auf der Internetseite des Sauerland-Boxstalls heißt, will der 21jährige im nächsten Jahr größere Ziele ins Auge fassen. Dann hat der Berliner auch seinen Zivildienst abgeschlossen, den er derzeit noch parallel zu seinem sportlichen Engagement absolviert.

Dirks begann als 15jähriger zu boxen und hat beim Boxring Eintracht Berlin 33 Kämpfe bestritten, wobei sein größter Erfolg der Gewinn der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Junioren im Jahr 2006 war. Wie er berichtet, habe er schon frühzeitig eine Profilaufbahn angestrebt, da er eher von der Schlagkraft lebe, während bei den Amateuren in erster Linie Schnelligkeit und Technik zähle.

Sein Profidebüt gab Dustin Dirks mit 18 Jahren im Januar 2008 in Berlin und seither hat er von seinen 15 Siegen zehn vorzeitig erzielt. Da er in seinen letzten Auftritten gegen den Argentinier Juan Manuel Garay, Daniel Regi aus Ungarn und den US-Amerikaner Theo Kruger überzeugen konnte, rechnet man auch in seinem bevorstehenden Kampf mit einer guten Leistung.

Am 21. August trifft der Berliner in der Erfurter Messehalle auf den 34 Jahre alten Finnen Sami Selesmaa, der erst fünf Profikämpfe bestritten und davon einen verloren hat. Auf dem Papier handelt es sich also um einen nicht allzu starken Aufbaugegner, was Dirks jedoch nicht davon abhält, auf der Hut zu sein. Wie er weiß, ist der Finne recht kräftig gebaut und kann ordentlich austeilen, was ihm an Kenntnissen über seinen Gegner ausreicht. Er verlasse sich lieber auf das Urteilsvermögen seines Trainers und auf seine eigenen Stärken, um auch diese Bewährungsprobe erfolgreich zu bestehen.

11. August 2010



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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