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MELDUNG/232: Öner bringt Solis als Gegner Adameks ins Gespräch (SB)



Arena-Chef macht sich für seinen Kubaner stark

Tomasz Adamek hat am vergangenen Wochenende mit seinem Sieg nach Punkten gegen Michael Grant seine Ambitionen untermauert, einen Weltmeister im Schwergewicht herauszufordern. Der in den USA lebende Pole war bereits Champion im Halbschwer- und Cruisergewicht. Nach seinem Aufstieg in die Königsklasse des Boxens stellte er mit Erfolgen gegen namhafte Kontrahenten wie Andrew Golota, Jason Estrada, Chris Arreola und zuletzt Michael Grant unter Beweis, daß er auch mit körperlich überlegenen Gegnern fertig wird. Während nun die Debatte ihre Kreise zieht, ob Adamek lieber gegen den Briten David Haye um den Titel der WBA oder einen der Klitschkos antreten sollte, bringt Promoter Ahmet Öner seinen Schwergewichtler Odlanier Solis ins Gespräch.

Auf der Webseite des Arena-Boxstalls erinnert Öner daran, daß der Kubaner im Amateurlager dreimal Weltmeister war und bei den Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewonnen hat. Als Profi ist Solis in 16 Kämpfen ungeschlagen und könnte Adamek einen Kampf liefern, der sich insbesondere in den USA ausgezeichnet vermarkten ließe. Dieses Duell würde nach Ansicht Öners dazu beitragen, die Schwergewichtsszene wiederzubeleben, wobei der Sieger ein würdiger Herausforderer für die Klitschkos oder David Haye wäre. Während Adamek einen weiteren Kampf in diesem Jahr angekündigt hat, soll Solis seinen nächsten Auftritt am 9. Oktober bestreiten, was wohl zu früh für den Polen wäre. Ein erneuter Sieg des Kubaners vorausgesetzt, könnte dann im November oder Dezember ein Kampf gegen Adamek stattfinden, zu dem Solis auf jeden Fall bereit sei.


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Margarito erhält keine Lizenz in Kalifornien

Manny Pacquiao fällt es nicht leicht, einen angemessenen Gegner für seinen nächsten Kampf zu finden. Nachdem die Verhandlungen mit dem US-Amerikaner Floyd Mayweather jr. nach monatelangen Kontroversen gescheitert sind, kommt nun womöglich auch der für 13. November geplante Kampf gegen Antonio Margarito nicht zustande. Man hatte dem Mexikaner im Januar dieses Jahres die Boxerlaubnis entzogen, weil er mit manipulierten Handschuhen angetreten war. Ein Antrag auf Wiedererteilung der Lizenz wurde von der Boxkommission in Kalifornien abgelehnt. Pacquiaos Promoter Bob Arum hatte bereits angekündigt, daß man den Kampf auch in Mexiko austragen könne, falls Margarito in den USA nicht in den Ring steigen darf.

Sollte es zum Duell zwischen Pacquiao und Margarito kommen, stünde der von Sergio Martinez niedergelegte WBA-Titel im Halbmittelgewicht auf dem Spiel. Pacquiao, der im Dezember 32 Jahre alt wird, hat 51 Kämpfe gewonnen, drei verloren und zwei unentschieden beendet. Gewinnt er einen weiteren Titel, wäre dies bereits der achte in seiner Karriere, womit er im Boxsport unerreicht bliebe. Für den gleichaltrigen Margarito stehen 45 Siege und sechs Niederlagen zu Buche.


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Sechs deutsche Boxerinnen reisen nach Bridgetown

Die sechsten Weltmeisterschaften der Amateurboxerinnen werden vom 6. bis 19. September in Bridgetown (Barbados) ausgetragen. Für die Wettkämpfe auf der Karibikinsel ist die Rekordzahl von 307 Teilnehmerinnen aus 75 Ländern gemeldet. Gekämpft wird in zehn Kategorien vom Halbfliegen- bis Schwergewicht, das Alter der Starterinnen muß zwischen 17 und 34 Jahren liegen.

Das deutsche Aufgebot reist mit sieben Boxerinnen nach Bridgetown: Pinar Yilmaz (ASV Wuppertal) im Fliegengewicht (51 kg), Azize Nimani (SC Boxring Eintracht Berlin) im Bantamgewicht (54 kg), Maike Klüners (Boxring Düsseldorf) im Federgewicht (57 kg), Tasheena Bugar (Karlsruher SC) im Leichtgewicht (60 kg), Julia Irmen Göldner (BC Regensburg) im Halbweltergewicht (64 kg), Andrea Strohmaier (BSC Bayern Augsburg) im Weltergewicht (69 kg) und die EM-Dritte Ulrike Brückner (MTV München) im Mittelgewicht (75 kg).

27. August 2010



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