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MELDUNG/234: Gold für Artur Bril bei den Olympischen Jugendspielen (SB)



Historischer Erfolg des jungen Kölner Federgewichtlers

Artur Bril hat bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur als erster Boxer eine Goldmedaille für das deutsche Team gewonnen. Im Finale der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm besiegte der 18jährige Kölner seinen Gegner Elvin Isajew aus Aserbaidschan mit 11:4 Punkten. Bereits vor fünf Monaten hatte er bei der U19-Weltmeisterschaft in Baku als einziger deutscher Teilnehmer triumphiert.

"Das ist gut für den Boxsport in Deutschland", freute sich Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). "Die Ergebnisse in den letzten Jahren waren ja nicht so toll. Das zeigten auch die Olympischen Spiele 2008 in Peking deutlich."

Michael Müller, Sportdirektor des Deutschen Boxsport-Verbandes, war voll des Lobes für den Gymnasiasten mit den Leistungsfächern Mathematik und Chemie: "Artur zeigt, wie man sich über den Sport weiterentwickeln kann. Bei ihm sind Schule und Sport klar strukturiert. Er weiß, was er will. Und wenn er so weitermacht, hat er gute Chancen, in der Qualifikation für die Startplätze für die Olympischen Spiele 2012 in London mitzumischen. Das Zeug dazu hat er allemal."

Der gebürtige Usbeke mit einer deutschstämmigen Mutter boxt seit seinem siebten Lebensjahr. Nachdem die Familie nach Deutschland übergesiedelt war, schloß sich Artur Bril 2003 dem Boxsportverein Colonia 06 Köln an, der ihm ein förderndes Umfeld bot. Rasch erkannte man das Talent des jungen Boxers, der heute zu den größten Hoffnungen im deutschen Amateurlager gehört und dessen Auftritte längst von interessierten Promotern aufmerksam verfolgt werden.


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Frauenboxen bei den Olympischen Jugendspielen 2014?

Frauenboxen gehört bei der Olympiade 2012 in London erstmals zum Programm der Sommerspiele. Nun fordert der Amateurweltverband AIBA, Frauenboxen auch ins Programm der nächsten Olympischen Jugendspiele 2014 in Nanjing aufzunehmen. Seiner Ansicht nach sollte jeder das Recht zur Teilnahme haben, hatte AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo aus Taipeh jüngst bei den Jugendspielen in Singapur erklärt. Er wolle mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) über die Aufnahme sprechen.


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James Toney debütiert bei UFC

Der inzwischen 42 Jahre alte James Toney kann auf eine bewegte Karriere zurückblicken, in der er Weltmeister im Mittelgewicht, Supermittelgewicht und Cruisergewicht war wie auch im Schwergewicht eine gute Figur machte. Er stand mit namhaften Gegnern wie Iran Barkley, Michael Nunn, Wassili Jirow, Mike McCallum, Roy Jones jr., John Ruiz und Evander Holyfield im Ring. Seinen letzten Kampf bestritt Toney vor einem Jahr im kalifornischen Temecula, wo er seinen Landsmann Matthew Greer durch K.o. in der zweiten Runde besiegte. Damit stehen in seiner langen Laufbahn 72 Siege, sechs Niederlagen, drei Unentschieden und zwei Auftritte ohne Wertung zu Buche.

Nun wechselt James Toney das Metier und bestreitet in Boston seinen ersten Käfigkampf als UFC-Fighter, bei dem er auf keinen Geringeren als seinen fünf Jahre älteren Landsmann, den erfahrenen UFC-Kämpfer Randy "The Natural" Couture trifft. In der Vergangenheit haben sich bereits andere bekannte Schwergewichtler wie Francois Botha, Ray Mercer und Shannon Briggs bei den Mixed Martial Arts versucht.

29. August 2010



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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