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MELDUNG/279: RTL-Rekordquote in Zusammenarbeit mit den Klitschkos (SB)



Vitali Klitschkos Duell mit Briggs ein Zuschauermagnet

Der 39 Jahre alte Vitali Klitschko - nach seinem Sieg über Shannon Briggs weiterhin Schwergewichtsweltmeister nach Version des World Boxing Council (WBC) - hat diesen Erfolg eingerechnet 43 Profikämpfe bestritten, davon nur zwei verloren und 38 Gegner vorzeitig besiegt. Es war die siebte erfolgreiche Titelverteidigung als Champion des WBC und der dreizehnte Weltmeisterschaftskampf seiner Karriere, in der er zeitweise auch den Gürtel der WBO in seinem Besitz hatte.

Briggs, nur ein halbes Jahr jünger als der Ukrainer, bezog im 59. Kampf die sechste Niederlage. Nach Timo Hoffmann und Kevin Johnson ist er erst der dritte Boxer, der mit dem älteren Klitschko die volle Distanz von zwölf Runden überstanden hat. Für rund 800.000 Dollar Bruttobörse und die vage Aussicht auf ein Duell mit Vitalis jüngerem Bruder Wladimir hat Shannon Briggs, der 2006 kurzfristig Weltmeister der WBO war und den Gürtel bereits bei der ersten Titelverteidigung wieder verlor, seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt.

Am Boden war Vitali Klitschko in seiner Profilaufbahn noch nie, bei seiner Niederlage gegen Chris Byrd erzwang eine schwere Schulterverletzung den Abbruch und in der Schlacht gegen Lennox Lewis war es sein von den Treffern des Briten verwüstetes Gesicht, das ihn vorzeitig aus der Bahn warf. Im nächsten Schritt steht für den Wahlhamburger eine Pflichtverteidigung des WBC ins Haus, bei der sein Gegner der Sieger eines Ausscheidungskampfs zwischen Ray Austin und Odlanier Solis sein wird. Der in Miami lebende Kubaner steht beim Arena-Boxstall unter Vertrag und ist nach der unbescheidenen Auffassung Ahmet Öners der einzige Schwergewichtsboxer weltweit, der den Klitschkos die Leviten lesen kann.

"Egal, wir nehmen jeden", versichert unterdessen Klitschkos Manager Bernd Bönte. Wunschgegner bleibt der Brite David Haye, der mit dem WBA-Titel den einzigen Gürtel hält, der noch nicht im Familienbesitz der Klitschkos ist. "Unser Angebot steht, 50:50-Aufteilung der weltweiten Einnahmen, keine Optionen", unterstreicht Bönte, "das ist ganz einfach und fair, Haye muß nur annehmen."

Für Klitschkos Haussender RTL war das Spektakel in der mit 14.500 Zuschauern ausverkauften Hamburger o2-Arena ein voller Erfolg. Bis zu 14,08 Millionen Fernsehteilnehmer verfolgten zu später Stunde die Titelverteidigung des ukrainischen WBC-Champions. Dieser Spitzenwert in der zwölften und letzten Runde bedeutete einen überragenden Marktanteil von 66,9 Prozent. Im Durchschnitt sahen 13,29 Millionen Zuschauer den einstimmigen Punktsieg Klitschkos (57,2 Prozent). Seit Beginn der Zusammenarbeit zwischen den Klitschkos und RTL sind dies die höchsten Werte. Zuvor hatten die durchschnittlich 12,88 Millionen Zuschauer beim schnellen K.o.-Sieg Wladimir Klitschkos gegen Ray Austin am 10. März 2007 den Rekordwert für Boxen bei RTL gesetzt. Für das Aktuelle Sportstudio im ZDF war der jüngste der Sog der Boxübertragung bei RTL ein Tiefschlag, da die Quote des Mainzer Senders mit 1,44 Millionen Zuschauer (6 Prozent Marktanteil) in den Keller sackte.

18. Oktober 2010



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